Kletten-Angriff in Kleve

Kletten-Angriff in Kleve

In den Fünfziger und Sechziger Jahren gab es in Kleve noch viele unbebaute Flächen, ob in Bahnhofsnähe oder auch mitten in der Stadt, wo es noch reichlich Wildwuchs gab. Dazu gehörten auch die Sträucher mit den berüchtigten Kletten.
Die Kinder machten sich damals einen Spaß daraus, diese stacheligen kugelförmigen Korbblüter als Wurfgeschosse Zweck zu entfremden und vorbeigehende Passanten damit zu bewerfen. Da die Kugeln fast immer an der Kleidung hängen blieben, war das Gelächter groß.
Ein ungeschriebenes Gesetz hieß allerdings: Niemals bei Damen in die Haare werfen. Manchmal konnte man es sich dann aber doch nicht verkneifen, weil die Haarmode damals sehr speziell war. Meistens trugen die Mädchen Hochsteck-Frisuren, die dann mit einer halben Flasche Haarspray bearbeitet wurden.
Folge dieser Mode war, dass selbst die hartnäckigen Kletten beim Bewurf auf die Haare von diesen ungerührt abprallten. Dumm gelaufen.
Auch heute findet man, wie auf dem Bild ersichtlich, noch Kletten in Kleve. Allerdings muss man sich dazu mittlerweile in den Wald begeben. 🙂

Kletten-Angriff in Kleve
(Foto: KLE-Blatt)