Gehst Du auch zur Wahrsagerin auf der Kirmes?

Gehst Du auch zur Wahrsagerin auf der Kirmes?

Ist das etwa eine Satellitenschüssel an dem Wagen der Wahrsagerin? Holt sie sich die Vorhersagen nicht doch bei Google ein?
Irgendwie gehören immer mystische Zeichen, Spielkarten, Tarot-Karten, Globus, Glaskugel, schummriges Licht und die unvermeidliche schwarze Katze zum Interieur und zur Aquise dieser speziellen Art von Dienstleistern auf der Kirmes.
Andererseits verbindet die Menschen eine gewisse Neugier, die durch Zukunfts-Weissagungen dieser Menschen bedient werden.
Keine Angst – es sind nicht mehr die alten hässlichen Frauen mit Spitzhut und markanter Warze an der Nase. Du wirst in der Regel annähernd das hören, was Du insgeheim auch hören möchtest. Ob diese glücklichen Fügungen später eintreffen oder nicht – was solls?

Gehst Du auch zur Wahrsagerin auf der Kirmes?
(Foto: KLE-Blatt)

Selbstfahrer oder Auto-Scooter auf der Klever Kirmes?

Selbstfahrer oder Auto-Scooter auf der Klever Kirmes?

Früher kannte man die kleinen Autos, die auf der Metallfläche mittels eines Plastik-Chips in Bewegung gesetzt werden nur als Selbstfahrer. Im Pfälzischen nennt man sie zärtlich Box-Autos und im veramerikanischten Deutsch aktuell nur noch Auto-Scooter.
Nach wie vor sind es für junge Menschen die ersten Erfahrungen am Steuer eines Autos, was man selber lenken kann. Zwangsläufig stößt man mit anderen Fahrern dann allerdings regelmäßig zusammen, was einen besonderen Spaß ausmacht. Andererseits kann man seiner ersten Freundin ganz cool den Arm auf die Schulter legen, sie einhändig am Lenker durch den Verkehr lavieren und den lässigen Fahrer mimen. Für jede Generation stets ein absolutes Muss und daher nicht von der Kirmes weg zu denken.

Selbstfahrer oder Auto-Scooter auf der Klever Kirmes
(Foto: KLE-Blatt)

Die großartige Lindenallee in Kleve

Die großartige Lindenallee in Kleve

Im Jahre 1916 trug die Lindenallee in Cleve ihren Namen noch zu Recht, da sie noch den Radfahrern, Spaziergängern und Pferdefuhrwerken auf ganzer Breite gehörte. Kein Auto, das einen in Bedrängnis bringen könnte.
Selbst nicht die gemütliche Straßenbahn von Cleve nach Bedburg-Hau, die hier immerhin seit 1912 unterwegs war.
Der Blickwinkel des Fotos zeigt die Kreuzung an der Linde mit Blickrichtung zur Nassauer Allee. Auf dem Grundstück an der linken Seite steht heute die evangelische Versöhnungskirche.

Die großartige Lindenallee in Kleve
(Mit freundlicher Genehmigung von Klaus Radermacher aus seinem Buch „Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende“)

Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella

Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella

In den 70er und 80er Jahren gab es eine Zeit in Kleve, wo sich an bestimmten Tagen im Sommer die Menschen durch die Stadt bewegten wie die Blattschneide-Ameisen, um ihre Beute in Sicherheit zu bringen. Überall sah man mit Pflanzen in Blumentöpfen bepackte Männer und Frauen, die ihre Gummibäume, Tujas, Azaleen und andere Blumen zum Auto oder direkt nach Hause transportierten.
Da wusste man: Es ist wieder Klever Kirmes!
Denn die Hauptattraktion damals war ein kleiner Italiener, der die Leute nicht nur mit markigen Sprüchen und einer unglaublich coolen Art begeistern konnte, sondern er war wohl der Größte in Sachen Blumenverkauf. Sein Name:

Vittorio Mammarella
Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella

In der Regel nahm er einen in Seidenpapier gewickelten Blumentopf mit einer von vielen Sorten der angesagten Topfpflanzen, zeigte den interessierten Menschen die beeindruckende Qualität dieser Ware und rief dann seinen Preis aus.
Meistens ging es dabei um zehn Mark. Natürlich wusste jeder, der ihn kannte, dass immer noch etwas für den Zehner dazu gepackt wurde. Also griff er in sein anfangs rappelvolles Regal, zog den nächsten Topf heraus – alles für zehn Mark. Und natürlich meistens auch noch einen dritten – alles für zehn Mark.
Die Pflanzen wechselten im Tausch gegen Zehner so schnell den Besitzer, dass man nur noch staunen konnte.
Wenn ihm einer krumm kam und ihm vorwarf, dass die zehn Mark noch zu viel waren, dann blaffte er ihn meistens an mit: „Dann kauf Dir doch Juckpulver!“
Was ist aus Vittorio Mammarella geworden? Was macht er heute und wie kam er eigentlich auf diese Idee, auf der Kirmes eine solche Verkaufsidee in die Tat umzusetzen?

KLE-Blatt hat ihn zu Hause besucht und interviewt.

Hier kann man Weiteres nachlesen: KLICK MICH!

Fotografieren lassen wollte er sich unbedingt in seinem limitierten Dreirad-Gefährt, mit dem er bei schönem Wetter seine Enkel spazieren fährt. Das ist jetzt sein größtes Hobby und das bereitet ihm besondere Freude.

Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella
(Foto: KLE-Blatt)

Der historische Aussichtsturm in Kleve

Der  historische Aussichtsturm in Kleve

Man sollte den Ausblick genießen, den der etwa 12 Meter hohe Aussichtsturm in Kleve dem Betrachter bieten kann.
Dank einer Initiative wurde er nicht nur gastronomisch wieder belebt, sondern der baufällige Turm auch wieder begehbar.
Gebaut im Jahre 1892 gehört er zu den wichtigen Denkmälern in Kleve. Als er noch verhältnismäßig neu war, also um die Jahrhundertwende um 1900, sah er so aus:

Der  historische Aussichtsturm in Kleve
Selbstverständlich gehörte er damals zu den absoluten Höhepunkten einer Stadtbesichtigung in Kleve.Der

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