Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Kennst Du das auch?

Als ich letztens wieder meiner Berufung nachkam beim Einkaufen in Kleve, hörte ich zwar gedämpft, aber immerhin noch deutlich genug aus einer Ecke eines Geschäftes auf der Großen Straße einen alten Song der Beatles.
Dat wassen noch Titte, ass die Pilzköpp met verrecks guije Müsik in de zestiger Joahr de Menze ont höppe brochte.

Übersetzung: (Dat waren noch Zeiten, als die Pilzköpfe mit verd… gute Musik in die sechziger Jahre die Leute an das Hüpfen brachten)

Zu dieser glorreichen Zeit gab es eine einzige, übersichtliche Hitparade, wo jeder sofort wusste, welche Nummer aktuell angesagt war. Heute blickt man da nur noch bruchstückhaft durch.
Heute gibt es Hitparaden für Rock, Pop, Rap, Hip Hop, Dance, House, Alternativ, Electronic, Filmmusik, Folk, Blues, Klassik, Jazz, Kindermusik, Schlager, Country, R&B, Weltmusik, Latin, Volksmusik und was sonst noch. Wer soll denn da noch durchblicken?

Was soll ich sagen?

Damals gab es auch einfache Titel, die jeder sofort verstehen und mitsingen konnte wie Yummy Yummy, Balla Balla oder Wooly Bully.
Kaum ein Titel dauerte länger als zwei Minuten. Es gab in jeder Kneipe, Eisdiele, etc. eine Musikbox von Wurlitzer oder Rock Ola. Damit musste der Gastwirt Geld verdienen. Eine Nummer kostete zehn Pfennig. Was wäre da rein gekommen, wenn das Lied sechs oder sieben Minuten lang gedudelt wäre, wie es heute die Regel ist? Außerdem reichten für die meisten Songs etwa zwei Minuten. Danach wollte man etwas anderes hören.
Romantik pur. Man warf das Geldstück in den Münz-Schlitz, drückte K-17 und vernahm das mechanische Geräusch der Maschine, die die richtige Platte suchte und dann abspielte.
Die „Drück-Statistik“ war unumstößlicher Beweis für die Beliebtheit der einzelnen Nummern und war somit maßgeblich, neben den Radio-Statistiken, verantwortlich für die Hitparade.
Mittlerweile zählen diese Musicboxen zu gesuchten Sammler-Raritäten und Schallplatten aus Vinyl erfreuen sich gerade wegen Ihrer markanten Kratzgeräusche einer Renaissance.
Noch seltener findet man alte Schallplatten aus Schellack, die bei scharfem Hinsehen schon zerbrachen. Diese waren so groß wie eine Langspielplatte aus Vinyl, jedoch befand sich nur ein einziger Titel auf jeder Seite, der dann in einer Geschwindigkeit von 78 Umdrehungen pro Minute abgespielt wurde.
Im heutigen Streaming- und MP3-Zeitalter undenkbar.
Jeder war stolz auf seine Plattensammlung, die reichlich Platz im Zimmer benötigte. Die Plattencover wurden zu Kunstwerken und Zeugnissen ihrer jeweiligen Zeitepochen. Die neuste Single aus den Staaten wurde von morgens bis abends runtergedudelt, bis man den englischen Text voll drauf hatte.
Alles war noch so schön übersichtlich. Es gab die Fraktion der Beatles-Fans und die der Rolling Stones-Fans. Und damit verbunden die anderen paar Bands und Interpreten, die man in diese beiden Schubladen hinein katalogisierte.

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Es gab tatsächlich Zeiten, wo die Beatles die ersten fünf Plätze der Hitparade belegten, bedingt durch die Tatsache, dass auch B-Seiten der jeweiligen Schallplatten gewertet wurden. Den Rest teilten sich die Stones, Bee Gees, Hollies, Tremeloes und wie sie alle hießen.

Was soll ich sagen?

Wenn man bedenkt, das die Beatles Ihren eigentlichen Siegeszug 1963 begannen und dieser mit ihrer Trennung 1970 beendet war, muss man heute staunen, dass diese sieben Jahre die Musikwelt komplett revolutionierten und auf den Kopf stellten. Nach den Beatles war nichts mehr so wie früher. Revolution zum Tanzen und genießen.
Ganz anders die Rolling Stones, die jetzt bereits mehr als 50 Jahre die Welt rocken und Mick Jagger mit über 70 Jahren immer noch wie ein Achtzehnjähriger die Bühne rauf und runter rennt.
Auch in Kleve gab es einen Hype, als der erste Film der Beatles „A Hard Days Night“ im Burgtheater anlief. Damals noch in schwarz/weiß.
Heutzutage hat ein Song nur noch eine Halbwertzeit von wenigen Tagen, früher konnte es vorkommen, dass einige Nummern mehrere Jahre in den Top Hundert vertreten waren.
Da spricht man dann von Oldies. Oder Evergreens. Jeder kennt sie. Jeder kann sie mitsingen. Und jeder, der bei Erscheinen dieses Titels darauf getanzt hat, assoziert dieses Lied mit einem unvergesslichen Erlebnis. Darum liebt man die Musik aus seiner Jugend. Jeder Erwachsene hört darum vermutlich am Liebsten die Musik aus seiner eigenen Jugend.
Es sind meistens gute Erinnerungen damit verbunden.

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Diese Leute stehen und standen einen Teil Ihres Lebens im Scheinwerferlicht, weshalb man Sie – neben dem in diesem Zusammenhang unvermeidlichen Franz Beckenbauer – als Lichtgestalten bezeichnet.
Wenn man es genau nimmt, kann eigentlich jeder von uns eine Lichtgestalt werden und sein.
Denn Licht begleitet uns das ganze Leben. Bei der Geburt erblicken wir das Licht der Welt und am Ende sehen wir ein gleißendes Licht. Dies wird zumindest von etlichen Menschen behauptet, die das wohl mal erlebten.
Apropos: Licht und Lampen:

Der Polizist hält einen Radfahrer an: „Wenn Ihre Lampe nicht funktioniert, müssen Sie absteigen und Ihr Rad schieben.“ – „Das habe ich bereits versucht, aber dann funktioniert es auch nicht.“

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Lustiges Heiraten in Kleve

Lustiges Heiraten in Kleve

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Das neue Rathaus steht wohl wieder zur Verfügung, wenn es ums Heiraten geht.

Daher hier eine jetzt mittlerweile nostalgische Geschichte:

Als ich letztens im Rathaus in Kleve etwas zu erledigen hatte, standen einige Leute vor dem Haupteingang Spalier.

In Erwartung des Brautpaares hielt ich mich etwas abseits auf, um mir dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen – soll es doch Glück bringen.

Tja! Aberglauben. Aber: „Schitt wat dropp.“

(Übersetzung: “ Schütte etwas darauf. „)

Als die beiden Glücklichen ins Freie traten, wurden sie mit einem regelrechten Schwall von Reis beworfen, das man damit eine chinesische Familie eine Woche hätte ernähren können.

Bei der Braut war das eigentlich nicht so schlimm, weil die Reiskörner von Ihrer haarspraygehärteten Frisur schlichtweg abprallten.

Der Bräutigam jedoch tat mir schon leid – war er durch den intensiven Bewurf doch plötzlich weiß geworden.

Der schönste Tag des Lebens und man kann seinem Ärger nicht mal Luft machen.

Woher kommt eigentlich diese Tradition, frisch Vermählte mit Grundnahrungsmittel zu bewerfen?

Ich stelle mir gerade vor, das wäre hier bei uns erfunden worden.

Dann würden wir dem armen Paar Brötchen, Kartoffeln oder Graubrote ins Genick schmeißen. So eine Verschwendung! (hihi)

“ Stellt ow es vöör, geij got traue än die schmitte met Kappesköpp noar ow Brütt – dann köwwe ok enne Härng schmooke.“

(Übersetzung: “ Stell dich ma vor, du gehst ant heiraten dran und die werfen mit Weißkohlköpfe nach deine Braut – dann können wa auch einen Hering rauchen.“)

Was passiert danach mit dem ganzen Reis, der daneben gefallen ist und nicht vom Bräutigam in seiner Frisur mit nach Hause getragen wird?

Wartet man auf den nächsten Regen, wo die Körner dann aufquellen und den Hunden und Katzen der Stadt Kleve eine willkommene Zwischenmahlzeit bieten?

Wer weiß? – Ich nicht.

Apropos: “ Heiraten „:

Der Ehemann liest in einem Magazin und stellt plötzlich melancholisch fest: “ Die größten Esel heiraten die schönsten Frauen. “ – Darauf seine Gattin lächelnd: “ Oh, Du Schmeichler.“

Heiraten scheint wieder In zu sein.

Man hört auch immer häufiger von seltsamen und abenteuerlichen Heiratsanträgen, so das man mitunter den Eindruck gewinnen kann, hier geht es nicht mehr um den heiligen Stand der Ehe, sondern um die Olympia-Qualifikation.

Mittlerweile kann man über sogenannte Eventagenturen seiner Braut unter Wasser in der Karibik, umzingelt von Haien und Stachelrochen einen Antrag machen.

Genauso, wie während eines Fallschirmsprungs über den Dächern von Nizza oder beim Achterbahnfahren in Las Vegas in 300 Metern Höhe.

Vor einigen Jahren hieß es noch:

„Gon weij traue, of wat ment geij?“

(Übersetzung: “ Gehen wa uns jetzt trauen oder wat meinst Du dazu?“)

Möglicherweise wurde die Ansprache noch mit einem Kniefall bestärkt und nach dem obligatorischen „Ja“ ging man dann trauen.

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Noch viel früher war es üblich, den Vater der Braut um die Hand der Tochter zu bitten.

Dann schlich der zukünftige Bräutigam zum Haus seiner Angebeteten, einen Blumenstrauß für die Schwiegermutter in spe in der Hand und ganz viel Schiss inne Boks.

Nachdem die liebe Frau sich für das Bukett bedankt hatte, folgten dann zumeist die einschüchternden Worte:

“ Wacht es effkes än sett ow ma op dat Schäselong. Ek sall den Baas es hoale.“

(Übersetzung: “ Übe Dich ein wenig in Geduld und hock dich auf dat Sofa. Ich soll den Meister ma holen gehen.“ )

Und dann saß der Aspirant total verschüchtert, nichts Gutes ahnend, in sich geduckt auf der Couch und war vor Aufregung am Bibbeln dran (hochdeutsch: zittern).

Nach unendlich langem Warten, der Fußschweiß auf der Stirn lief schon die Beine runter, öffnete sich dann die Tür und der Familienobere nahm dem Verzweifelten auch noch den letzten Fitzel Mut, ertönten dann die Worte:

“ Wat drenk geij dann? “ (Übersetzung: “ Wat willste denn trinken? “ )

Im Überschwang der Ereignisse und in Ermangelung einer wirklich spontanen und schlagfertigen Erwiderung kommen dann die Worte herausgesäuselt:

“ Wodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt.“

Tja, dumm gelaufen oder der Alte haut sich vor Vergnügen auf die Schenkel und heißt seinen zukünftigen Schwiegersohn willkommen. Such Dich wat aus. (hihi)

Und dann wird in den Hafen der Ehe eingelaufen in der Hoffnung, das man kein Kriegsschiff erwischt hat.

Hoffen wir dann für die glücklich Vermählten, das der Gatte sich nicht eines Tages mit seinem Freund wie folgt unterhält:

„Monatelang habe ich mich gefragt, wo meine Frau ihre Abende verbringt.“ – “ Und dann??“ – “ Eines Abends ging ich nach Hause und… da war sie.“

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Wahrsager und Hellseher – die Klassiker der Klever Kirmes

Wahrsager und Hellseher – die Klassiker der Klever Kirmes

Denkt man an alte „Originale“ der Klever Kirmes, dann fällt einem auch meistens ein Unikum ein, welches Jahrzehnte auf der Kirmes vertreten war, um den Menschen ihr Schicksal vorherzusagen – „El Fantadu.
Ich erinnere mich noch wie heute an den „Wahrsager“ mit dem interessanten Hut (den hatte er wohl bereits in den Sechzigern für die Harry Potter-Filme vorausgesagt) in seiner mit vielen magischen und bunten Artikeln gespickten Bretterbude.
Er war eigentlich die erste Attraktion, die einem auffiel, wenn man früher am Kaufhof vorbei war und die ersten Kirmes-Lämpchen erblickte.
Man setzte sich vor ihm hin und bat ihn, einen Blick in die Zukunft zu werfen und das Schicksal wahrzusagen.
Er schaute einen dann an, bis man seinem Blick ausweichen musste – entweder aus Angst oder weil man sonst in Lachen ausgeplatzt wäre – und dann sagte er voraus, dass alles gut wird. Super! Genau das wollte man wissen um beruhigt zu sein.(grins)
Wenn man mehr erfahren wollte, zum Beispiel, wie es beruflich oder in der Liebe weitergeht, dann war seine Antwort stets genau die gleiche: „Alles wird gut“.
Zu guter Letzt drückte er den neugierigen Kunden einige kopierte Seiten in die Hand, wo etwas von den Tierkreiszeichen vermerkt war, schrieb auf ein darin mittig geheftetes Blatt die „persönlichen“ Lottozahlen auf und verabschiedete sich mit der Forderung nach 10.- DM, weil der Nächste bereits nervös von einem Fuß auf den anderen tretend hinter einem wartete. Eine Vorhersage konnte man dem Meister, ohne Hellseher zu sein, selbst wohl bescheinigen: Er wurde immer reicher.

Wahrsager und Hellseher - die Klassiker der Klever Kirmes

Apropos:  Hellseher:

Zwei Hellseher treffen sich. Sagt der Eine: „Dir geht es gut und wie geht es mir?“

Der nächste Versuch, auch meistens auf Kirmes oder Jahrmärkten, war die Wahrsagerin mit der Kristallkugel.
Sie gab sich nicht, wie El Fantadu, der staunenden Öffentlichkeit zur Beobachtung frei, sondern versteckte sich geheimnisvoll in einer geschlossenen Bude, die mit einem schweren, dunklen Samtvorhang geschützt war.
Man konnte nicht anklopfen, sondern musste sich per Ruf bei ihr anmelden und sie bat einen dann, falls kein anderer Kunde bei ihr weilte, hereinzukommen.
Die Beleuchtung bestand nur aus zwei Kerzen, die den kleinen Raum gerade soweit beleuchteten, dass man die geheimnisvolle Dame schemenhaft hinter einem kleinen runden Tisch wahrnehmen konnte und man musste höllisch aufpassen das man sich, nach ihrer Aufforderung Platz zu nehmen,  nicht neben den bereitgestellten Hocker setzte.
Auf dem Tisch selbst erkannte man dann unschwer das wichtigste Utensil einer solchen mystischen Person – die Kristallkugel.
Nachdem sich die Augen so langsam an die schummerige Dunkelheit gewöhnt hatten, sah man gegenüber genau das, was man auch erwartet hatte:
Eine ältere Frau mit dünnen, grauen Haarsträhnen, die unter einem Piraten-Kopftuch heraus quollen, billige, riesige Ohrringe, ein faltiges Gesicht mit der typischen Hakennase und Glubschaugen, die einen aufgrund der Dunkelheit mit großen schwarzen Pupillen taxierten.
Selbst die schnarrende Stimme war so authentisch, dass man Angst hatte, sie würde einen ein Stück Lebkuchen reichen und fragen: „Hänsel, wo ist Gretel?“
Auch bei ihr durfte man zunächst keine Fragen stellen, sondern musste warten, bis sie sich nach etwa fünfminütigen Blick in ihre Glaskugel, bequemte zu erwähnen, das alles gut würde.
Natürlich vergaß sie nicht, dass es in der Vergangenheit das ein oder andere Problemchen gegeben haben musste, was aber in Ordnung kommt.

Nun – genau das will man ja wissen (warum sitzt man sonst hier?). Ist schon beruhigend, wenn man endlich weiß, das alles klappt in Zukunft.
Diese Frau war um Einiges teurer, als El Fantadu, obwohl das Gleiche dabei raus kam. Aber bei ihr musste man wohl das Outfit und das etwas magischere Interieur mitfinanzieren.

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Tipps und Feststellungen zum Bauen in Kleve

Tipps und Feststellungen zum Bauen in Kleve

Kennst Du das auch?

Hast Du das auch schon festgestellt?
Überall wird gebaut.
Häuser, Straßen, Einkaufs-Zentren, Hotels, Tunnel, Autobahnen, Sandburgen und Abi (kleiner Scherz am Rande, hihi). Über- oder Untertage.
Der Mensch ist zum Buddeln geboren. Das Dach über dem Kopf gehört zu den Grundbedürfnissen, wie Essen, Trinken, Sex und ähhh – noch was?
Klar! Schlafen! Hätteste jetzt nicht gedacht oder?
En dakk över de Kopp, satt te äte en te drenke, titt öm ütt te röste än genne Pinn – dat es lääve.
Übersetzung: (Ein Dach über der Kopf, genuch zu futtern und zu saufen, Zeit um zu pennen und kein Wehweh – dat iss Leben.)
Interessant in diesem Zusammenhang das Schild eines Bauunternehmers an einer Baustelle: Wir beraten Sie in Grund und Boden
Überall sind die Bauaktivitäten in Kleve und Umgebung zu beobachten.


Mein lieber Herr Gesangsverein – die Bürgermeister können bestimmt täglich einige hundert neue Bürger willkommen heißen, so schnell entstehen da die Neubauten.
Wenn man zwei Wochen nicht mehr da gewesen ist, dann kann man sich glatt verirren.
Beim Bau eines Hauses, egal in welcher Größe oder Preisklasse, gibt es immer zwei unumstössliche Tatsachen: Es wird nie so, wie es geplant war und es ist immer mindestens dreissig Prozent teurer, als zu Anfang veranschlagt.
Leider kann man sich auch nur in den seltensten Fällen die Nachbarn aussuchen und so nimmt es nicht wunder, dass nach einiger Zeit ein Makler sein Schild einpflanzt, auf dem dann zu lesen ist:„Te koop“- was sonst?
Nun gibt es im Zuge der Umweltbestimmungen, des Naturschutzes und anderer Baugesetze, die teilweise aus der Steinzeit stammen, unglaubliche Auflagen, die manche Häuser so aussehen lassen, wie sie heute nun mal aussehen.
Bei manchen „Hütten“ erweckt es den Eindruck, als bewegen wir uns zurück zum modernen Höhlenbau, was architektonisch gewiss seine Reize hat.
Dazu fällt mir dieser ein:
Weshalb benötigte Gott lediglich sieben Tage für die Erschaffung der Welt? Es gab noch keine VOB, so dass er keine Anträge und Nachträge stellen musste.
Siedlungen, wie man sie in den sechziger Jahren baute, sind heutzutage gottlob passe`.
Ein Haus neben dem anderen stand da in der Gegend herum und sie glichen sich wie ein Ei dem anderen.
Verstörte Kinder, die von der Schule nach Hause kamen, hatten keine Chance, zielgerecht ihr Heim zu finden und wuselten kreuz und quer durch die Gegend, bis der Ruf einer Mutter ertönte:
„Klaus-Dieter! Miracoli!“
Heute ist das alles ganz anders. Kein Haus ähnelt mehr dem anderen, die Dachneigungen differieren genauso, wie die Dachformen. Ob Sattel-, Pult, Walm- oder Flachdach – scheiß egal – Hauptsache ein Dach über dem Kopf. Selbst ein Krüppelwalmdach (Ja, das gibt es wirklich!) wird wieder modern.
Auch die Verkleidung, ob Klinker, Verblender, Kacheln, Putz, Holz, Schiefer, Kupfer und was sonst noch – nicht mehr entscheidend. Gebaut wird, was gefällt. Schöne Zeiten.
Außen muss es den Geschmack der Neider, Betrachter und Nachbarn treffen, innen baut man so, wie es einem selber Spaß macht. Hauptsache teuer und luxuriös.
Auch wenn man das Haus nach drei Monaten wegen Pleite verkaufen muss – probieren geht über studieren. Wir haben`s ja – wenn auch nicht lange.
Der Nachbar lebt immer noch in seinem Rohbau; Tja, aber er lebt in einem eigenen Haus.
Was ist da falsch gelaufen? Der Bänker hatte doch alles genau kalkuliert und ausgerechnet! Ach ja, die Küche war mit zehntausend veranschlagt. Dumm, dass sie dreissigtausend kostete. Aber wir machen die Preise ja nicht.
Sobald ein Strassenzug mit allen möglichen großen, kleinen, hellen, dunklen, schönen bunten und zweckmäßigen Häusern bebaut ist und die Bauherren eingezogen sind, geht das Munkeln und die Wetten los, wer als erster wieder auszieht.
Nur nicht Erster sein – alles andere ist nicht so wichtig.
Kommt Dir das bekannt?
Man hat mir erzählt, das es wirklich so ist. Schade drum. Wäre doch schön, wenn man hören würde: „Wie, die wohnen immer noch da? Boah, sach bloß! Erstaunlich!“
Um nun zu den ganz cleveren Bauherren zu gehören, plant man den Teil der Selbstbeteiligung gleich so ein, dass man mit allen handwerklich Beteiligten die Preise persönlich aushandelt.
Fehler! Kann nicht gut gehen, denn beim Bauen ist Zeit Geld und beides ist Mangelware.
Lebe nie nach dem Wahlspruch: „Spare in der Not, dann hast Du Zeit dafür.“
Sag Dir lieber: „Geld allein macht nicht glücklich….es müssen auch Grundstücke und Immobilien dabei sein.“ (hihi)
Zum Abschluss daher die Frage:
Was haben Handwerker und Prostituierte gemeinsam?
Beide kommen nicht.
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.
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Der Mückenstich in Klever Platt

Der Mückenstich in Klever Platt

Vor einem Geschäft in Kleve traf ich neulich meinen alten Bekannten Gustav, der ziemlich fertig aussah und auch wohl Probleme beim Gehen hatte.

„Bist Du per Anhalter gekommen?“ wollte ich wissen.

„Nee, wieso dat denn?“ kam es von Gustav.

„Na, Du siehst so mitgenommen aus.“

„Sitt bloß stell. Min hätt en Dier gestooke en ek weet niet wat dat vön Möck gewesst es.“

(Übersetzung: “ Sei mich bloß still. Mich hat ein Tier gestochen und ich hab keine Ahnung, wat dat vönne Mücke gewesen iss.“ )

“ Wennste getz immer müde biss, dann war dat enne Zehzeh-Fliege (hochdeutsch: TseTse-Fliege) konnte ich ihm darauf entgegnen.

“ Nee, ewell ek häbb now ennen grooten Böld onne Kont än kann niet mehr so rechteg sette. „

(Übersetzung: “ Nein, aber ich habe jetzt ein großes Einstichloch mit gewaltiger Erhebung an mein Hinterteil dran und kann nicht mehr so wirklich da drauf sitzen“ )

„ Wie heij dat dann gelappt? “ – Wie ist das denn passiert?

“ Ek was op Karweij en poar Strükk ont ütpötte än wolde nät de Greep packe, doar ging den Steek godome medden dör min Boks döör. „

(Übersetzung: “ Ich war auf Arbeitssuche in et Praktikum ein paar Sträuchers an et ausbuddeln dran und wollte gerade die Mistgabel aufheben, da ging der Stich aber sowatt von mitten durch meine Hose durch…“ )

Dumm gelaufen. Zumindest für Gustav, der sich dann zum Arzt begab, um sich behandeln zu lassen.

Essen im Stehen ist ja auf Dauer nicht so gemütlich (schadenfrohes Grinsen).

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Die schnellste Achterbahn der Welt in Kleve

Die schnellste Achterbahn der Welt in Kleve

Ein erneuter Anlauf.
Nachdem die Bebauung des Minoritenplatzes mit dem geplanten Einkaufscenter mittlerweile auf Druck der Klever Bürgerinnen und Bürger ad acta gelegt wurde, scheint jetzt stattdessen eine Weltsensation geplant zu sein.
Es soll dort die schnellste Achterbahn der Welt gebaut werden und so Gäste aus aller Welt anlocken, die sich diesem Vergnügen nicht entziehen können.
Das einzigste aktuelle Exemplar dieser Art steht in der Ferrari-World von Abu Dhabi, so dass es innerhalb Europas zur absoluten Novität gehören würde und enorme Umsatzzahlen verspricht, was beim ursprünglich geplanten Shoppingcenter die Frage wäre.
Zudem gäbe es auch die Gelegenheit, die Hochschule Rhein-Waal mit zu involvieren, was Technik und Arbeitsplätze für Studenten anbelangt.
Die Achterbahn ist in der Lage, von 0 auf 200 Stundenkilometer in nur 4 Sekunden zu beschleunigen. Das Antriebssystem ähnelt dem auf Flugzeugträgern zum Start der Flieger. Die Passagiere müssen vor dem Start sämtliche locker am Körper befindliche Utensilien, wie Brillen aller Art, Taschen oder Perücken beim Service-Personal in Verwahrung geben, da ansonsten Gefahr besteht, dass diese zu gefährlichen Geschossen werden.
Hier sieht man den Prototyp bereits in Aktion:

(Video: KLE-Blatt)

Was allerdings verwundert, ist die Tatsache, dass diese Meldung ausgerechnet am 1. April erscheint. 🙂

Apropos Klever Frühling und die Folgen

Apropos Klever Frühling und die Folgen

Mein Herzblatt überraschte mich heute Morgen mit den Worten:
„Ich werde jetzt erst mal mähen!“
Hallo? Seit wann ist mein Zuckerstück eine Ziege?
Naja, mir war dann schon klar, dass Sie damit das Schneiden unseres Rasens meinte, der es wieder auf eine entsprechende Höhe geschafft hatte.
Doar söll ow glatt denn Tandenboarssel in de Trööt hange bliewe.
Übersetzung: (Da soll dich tatsächlich die Zahnbürste in der Hals stecken bleiben.)
Überhaupt – jetzt schlägt es nicht nur dreizehn, sondern auch überall aus. Die Bäume blühen leider nur ganz kurze Zeit, die Tränen und Nasen der Allergiker befassen sich etwas länger mit dem Thema.
Die Vögel sieht man nur mit kleinen Ästchen im Schnabel, die Katzen weinen wie kleine Babies und die Maulwürfe schaufeln wieder fleißig an neuen Bauten.

Apropos Klever Frühling und die Folgen

Bei den Menschen sieht es ähnlich aus.
Die Röcke werden wieder kürzer, die Cabrio-Fahrer zeigen stolz und schmerzlich ihr fast noch eingefrorenes, aber erwartungsvolles Gesicht und passen auf, dass keiner etwas ins Auto wirft – es sei denn neidische Blicke.
Die zahlreichen Motorradfahrer beweisen wieder, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen nur etwas für Fahrrad- oder Autofahrer sind und winken sich cool und lässig zu, als wenn sie andeuten wollen: Los Kumpel, wir zeigen es den anderen.
Alle spielen ein wenig verrückt.
Ist doch normal. Oder?

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Apropos Klever Frühling und die Folgen

Ein bissken Platt für Anfänger…

Ein bissken Platt für Anfänger…

Läck de Söck därr, Toni!

Das Einkaufen in Kleve an sonnigen Tagen, wie in letzter Zeit, macht besonders viel Spaß, weil man mit offenen Augen und Ohren Zeuge so manch lustiger und interessanter Begebenheiten werden kann. So vernahm ich auf der Großen Straße aus dem Hintergrund eine Stimme, die in unverkennbarem Slang vom Niederrhein zum Besten gab:

„Du wills mich bloß wieder betuppen!

Ein absolut niedlicher und wesentlich angenehm klingender Ausdruck als „betrügen“.
Die Sachlage dieser Auseinandersetzung ist mir nicht weiter bekannt, da ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwei „gesetzteren“ Herren lauschen durfte:

„Moin Erich! Goij mett in de Bööverstadt änne Koffie drenke?“
Übersetzung: („Guten Morgen, Erich! Gehsse mit in die Oberstadt ein Kaffee trinken?“)

„Nää, Teij, dat gett niet. Ek mott noch noar de Kapper min Höör schneije loote.“
Übersetzung: („Nein, Theodor, das geht nicht. Ich muß noch nach der Frisör meine Haare schneien lassen.“)

„Die ouw ütt de Nöös hange, off die ütt ouw Flappohre?“
Übersetzung: („Die Dich aus die Nase raushängen oder die aus Deine abstehenden Lauscher?“)

„Nää, die onder de Ärms geij alden Quattskopp!“
Übersetzung: („Nein, die unter die Arme Du alten Kwatschkopf!“)

Dann war da noch die junge Dame, bekleidet mit einem lilarenen (lilafarben, hihi) T-Shirt und einem Bäffken (Krümelschutz) um ihren Hals, die vor einem Cafe saß und ihr Stück Reichswälder Kirschtorte in die falsche Trööt (Luftröhre) bekam, worauf sie keuchend das Hüüsken (WC) aufsuchte, anschließend ihre Knipp (Geldbörse) aus ihre Mapp (Handtasche) nahm, bezahlte und ging. Nicht ohne Ihren Muff (Handwärmer) mitzunehmen.

Was soll ich sagen, Toni?

Dann… auf Höhe des Fischmarktes roch es irgendwie möffs (nicht so gut). Keine Ahnung woher der Wind wehte, aber in solch einem Fall sollten die Schuldigen die Schotten dicht machen. Wieso Schotten? Weil die so sparsam sind? Keine Ahnung.

Naja, wie heißt es so schön: Wo ein Willi ist…

Wir Klever löllen manchmal so daher, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Und das macht teilweise sogar richtig Spaß. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Dialog der besonderen Art stattfindet:

„Oh, Du hass ein neues Fahrrad. Wie geht dat denn?“ – „Ein Fahrrad geht nich, dat fährt!“ – “ Und wie fährt ett denn?“ – „Och – ett geht.“

Aberglaube und gute Vorsätze

Aberglaube und gute Vorsätze

Kennst Du das eigentlich auch?

Der Aberglaube beschreibt schon die dollsten Geschichten, wie man eigentlich jeden Tag immer und überall feststellen kann.

So vernahm ich kürzlich einen Satz, den man jemanden regelmäßig an den Kopf schmeißt, wenn er mal schlecht drauf ist:

„Säch! Sitt geij met den lenken Fuut ütt et Bett gekomme?“

Übersetzung: („Sach! Bisse mit die linke Quante aus dat Bett gestiegen?“)

Was soll das? Glauben die Menschen, wenn man mit dem rechten Fuß aus dem Bett steigt, dann ist automatisch der Tag gerettet? Kann doch nicht sein. Oder doch? Bei manchen würden sich alleine durch den Versuch, das zu schaffen, direkt Krämpfe einstellen, wenn sie auf der falschen Bettseite liegen und schon ist alles ad absurdum geführt.

Im kommenden Jahr erleben wir zweimal Freitag, den 13. und zwar im Januar und im Oktober. Ist das ein Tag, wie jeder andere?

Richtungsweisend für die Beantwortung dieser Frage ist der Umstand, in wie weit man tatsächlich abergläubisch ist oder nicht.

Der Aberglaube treibt mitunter seltsame Blüten und kann zur quälenden Ungewissheit, in seltenen Fällen auch zur Gewissheit werden, wenn man sich einen bestimmten Umstand krampfhaft herbeisehnt.

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Ob man unter einer schwarzen Katze durchgeht oder eine Leiter streichelt, wird sich voraussichtlich genauso auf die nachfolgenden Ereignisse auswirken, als wenn es umgekehrt geschieht. Einen Schornsteinfeger anfassen bringt Glück oder auch nicht – auf alle Fälle dreckige Hände, die gewaschen werden müssen.

Ein Hufeisen oder auch ein vierblättriges Kleeblatt soll Glück bringen. Klar – wenn man denn mal eines nach stundenlangem Suchen gefunden hat. Dann kann man mit einiger Fantasie tatsächlich von einem Glücksfall reden.

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Manch einer kauft sich ein solches Kleeblatt der Einfachheit halber. Allerdings dabei nicht vergessen: Glück kann man nicht kaufen! Höchstens, wenn man bei KLE-Blatt inseriert. (hihi)

Was soll ich sagen?

Im Normalfall muss besonders der Jahreswechsel , der jetzt ansteht, dafür herhalten, das Glück herbei zu zwingen. Da sticht in erster Linie das Glücksschwein hervor. Hat man die Sache auch schon mal aus der Sicht des Schweines betrachtet? Gottlob besteht es in den meisten Fällen aus Marzipan.

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Fragt man einen Menschen, der bekannt dafür ist, besonders viel Glück zu haben, wird er vermutlich auf Fleiß, Ausdauer und Willenskraft verweisen. Fragt man einen notorischen Pechvogel nach seinem Glück, so wird er voraussichtlich sofort sagen: „Pssst, nicht so laut, sonst kommt es nie.“

Apropos: „Pechvogel“:

Ein Pechvogel ist jemand, der sich gemütlich in einen Heuhaufen legt, um dann von einer Stecknadel gestochen zu werden.

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Aberglaube tritt überall auf. Jedoch besonders verbreitet ist er in der Seefahrt, beim Theater und im Sport.

Wer kennt nicht den legendären Glückspullover von Fußball-Trainerlegende Udo Latteck? Er suggerierte seinen Spielern, wenn er dieses spezielle Kleidungsstück am Spieltag trug (und zwar ungewaschen, natürlich), konnte seine Mannschaft nicht verlieren.

Niemand stellte sich derzeit wohl die logische Frage: „…und warum?“

Welchen Einfluss sollte gewöhnliche Strickware auf Fußballspiele haben? Nun, eine Zeit lang hat es ja geklappt.

Viele Sportler unterliegen dem Aberglauben, wenn sie sich nicht rasieren, könnten sie kein Spiel mehr verlieren. Hat man schon mal einen vollbärtigen Sportler gesehen, bei dem das jemals zutraf? Hauptsache ist, man glaubt fest daran. Dann könnte es für einen gewissen Zeitraum tatsächlich funktionieren.

Gerade im Sport wird das Pech natürlich auch von allen Seiten dokumentiert. Es werden abendfüllende Sendungen im Fernsehen gezeigt, wie Motorradfahrer spektakulär stürzen, wie Kleinkinder tollpatschig alles in Aufruhr bringen oder auch Menschen vom Pech verfolgt sind, wenn Gerüste, Bühnen oder sonst was, auf dem sie gerade stehen, einstürzen.

Das ganze wird getarnt unter dem Oberbegriff „Lustig“. (Ist es ja auch manchmal wirklich).

Die einfachste Möglichkeit, dem Glück einen Stoß zu geben, um das Unglück zu vermeiden ist dreimal auf Holz zu klopfen.

Was soll ich sagen?

Jetzt ist nicht immer gerade ein geeignetes Stück Holz greifbar, aber wenn man in dieser Richtung mal etwas suchst, gibt es viele Möglichkeiten.

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Nun,  ich für meine Person bin nie in meinem Leben auch nur für einen kurzen Moment abergläubisch gewesen. Das könnte verdammt viel Pech bringen. Den Rest besorgt dann meine Glückssocke. (Hihi)

KLE-Blatt wünscht Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Möge es alles das bringen, was Ihr Euch davon erwartet.

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Sprücheklopferei Vom Feinsten

Sprücheklopferei Vom Feinsten

Kennst Du das auch?

Letzte Tage war ich auf dem Wochenmarkt oben anne Linde.

Plötzlich hörte ich aus irgendeiner Ecke einen Mann rufen:

„Alle Frauen wollen mit mir schlafen! Bloß…ich bin überhaupt nicht müde.“

Da kann man sich schon mal wegschmeißen. Der hatte die Lacher voll auf seiner Seite, wobei er allerdings auch altersmäßig schon fast in einer eigenen Liga spielte, mit geschätzten 78 Jahren. Das beweist jedoch auch die These:

Erst wenn man genügend Tatsachen gesammelt hat, kann man sich daran machen, sie zu verdrehen.

Nun, diese kleine Episode brachte mich auf den Gedanken, an dieser Stelle einmal einige coole Sprüche zum Besten zu geben, die Dir den Alltag ein wenig auflockern sollen. Du weißt ja: „Mit Geometrie allein kommt man nicht in die besseren Kreise.“

Ein Spruch der mir besonders gefällt, nicht nur weil ich Fußballfan bin, ist:

In vielen Menschen steckt ein Schiedsrichter. Sie rennen dorthin, wo andere etwas tun, und lauern auf Fehler.

Schön finde ich auch den hier über unsere österreichischen Nachbarn:

Der Wunschtraum aller Wiener ist es, bis zum 65. Lebensjahr ein Sängerknabe zu sein und dann ein Lipizzaner zu werden.

Was soll ich sagen?

Luftballons unterscheiden sich von Menschen dadurch, dass sie erst aufgeblasen werden und dann steigen.

Aus meiner Erfahrung als Käufer und Verkäufer in Kleve der hier:

Es gibt etliche Menschen, die wohl ihr ganzes Leben lang gegen Türen drücken, an denen »ziehen« steht. und…

Andere Menschen träumen ihr Leben lang von Dingen, die sie längst haben würden, wenn sie nicht so viel träumten.

Im Zeitalter des Internets sollten, so denke ich, selbst Kinder in der Schule sich den allgemeinen Gepflogenheiten anpassen. So würde ich empfehlen, demnächst – rein prophylaktisch – unter jeden Aufsatz zu vermerken:

„Alle Rechte vorbehalten, einschließlich Verfilmung und Online-Rechte.“

Gerade überlege ich, ob es nicht auch einen netten lustigen Spruch in Klever Platt gibt.

In schwäbischem Dialekt wäre das verhältnismäßig einfach. da braucht man lediglich den Unterkiefer leicht vorschieben, an nichts Erhabenes denken und dann die Sprache einfach kommen lassen.

Klever Platt hat immer auch was Edles, Gedankenvolles, Melodisches. Jeder Satz klingt wie eigens komponiert.

„Geij kommt van et Höckske op et Stöckske.“

(Übersetzung: „Du kommst vonnen Hock aufen Stock.“ )

Was heißt das? Was soll es uns sagen? Was bedeutet das? – …Ich weiß es nicht. Vermutlich ist es also genau das.

Auch unsere holländischen Freunde und Nachbarn sollen nicht ungeschoren davonkommen. Daher dieser hier:

Die holländische Tomate ist der vierte Aggregatzustand des Wassers.

Das Klever Platt unsere Muttersprache ist, bleibt den wirklichen Klevern vorbehalten.

Allerdings ist es falsch anzunehmen, dass die Muttersprache „MUTTER“sprache heißt, weil die Väter nie zu Wort kommen.

Der unvergessene Konrad Adenauer mit seinem rheinischen Humor beliebte einmal zu bemerken:

„Wir alle leben unter demselben Himmel…wir haben aber nicht alle den gleichen Horizont.“

Darum gibt es trotz allem immer wieder Menschen, die sich mangels eigenen Gewichts überall beschweren müssen oder….wie Curt Goetz so treffend ausdrückte:

„Allen ist das Denken erlaubt. Vielen bleibt es erspart. „

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Was soll ich sagen? Lass‘ es nie soweit kommen, dass man über Dich folgendes denkt:

Bei manchen Leuten ist das Nasebohren der einzige Beweis, dass sie gelegentlich in sich gehen.

„Denn Bekloppte, denn die Ärbeijt erfonden hätt, denn hätt niet vööl te duun gehatt.“

(Übersetzung: “ Der Beklopfte, der die Arbeit erfunden hat, muss nicht viel zu tun gehabt haben.“ )

Boah – selbst wenn es stimmt, dass Deutschland das Epizentrum der Humorlosigkeit ist, weil wir der Ansicht sind, dass keine Arbeit so gut bezahlt wird, dass sie auch noch Spaß macht – Lachen können wir trotzdem.

Du kennst doch auch die Tage, die vom Teufel gemacht sind, wo gleich beim Aufwachen alles daneben geht. Dazu hörte ich diesen Spruch:

Wenn etwas schiefgegangen ist , wird es das wieder tun.

Irgendeinen von diesen klugen, lustigen oder teilweise auch unwichtigen Weisheiten werde ich mir eines Tages auf ein T- Shirt drucken lassen, um damit anzugeben.

Oder auf ein Poloshirt, oder auf eine Baseballkappe, oder auf ein Hemd, oder auf irgendwas anderes. Scheint jetzt absolut „In“ zu sein.

Vielleicht findest Du dann auch diese kluge Erkenntnis:

Schulden sind das Einzige, was man ohne Geld machen kann. Oder auch:

Nach der Erledigung aller Formalitäten stellt man fest, dass sie das Leben waren.

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.

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