Weltuntergang? Noch nicht!

Weltuntergang? Noch nicht!

Wir sind immer noch da! Die Erdkugel dreht sich unvermindert weiter.

Der Weltuntergang hat trotz Maya-Kalender, Vorhersagen schlauer Menschen und Roland Emmerich (2012) nicht stattgefunden.

Vermutlich wurde er nur verschoben und alle bekommen in einigen Jahren wieder Gelegenheit, trefflich darüber zu diskutieren, wann es denn jetzt endlich passiert. Möglicherweise entdeckt man die nächsten Anzeichen dafür bei Nostradamus oder den Steinzeitmenschen. Irgendetwas wir schon ersatzweise kommen.

Entdeckt haben wir aber den Weihnachtsmann, der uns bereits zuwinkt, um das kommende Weihnachtsfest einzuläuten. Man sieht also: Es gibt ihn!

Grüßen wir zunächst einmal schlicht und einfach zurück. Hihi

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Ein Klever in Spanien

Ein Klever in Spanien

Kennst Du das auch?

Ab und zu wird das Sparschwein geschlachtet und in einen kleineren oder auch größeren Urlaub investiert. Und dann zieht es den Klever in den Süden. Genau das möchte ich schildern. Denn es passiert immer etwas…

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…oder wie der Spanier zu sagen pflegt: “Hola! Buenos Dias!” Wir sind wieder zurück aus dem Balearen-Paradies Mallorca und freuen uns so richtig auf einen schönen Herbst in Kleve.
Klar – ein bisschen Jettleck (Jetlag?) haben wir noch, aber ansonsten war es eine erholsame Maßnahme.
Aber…
In Spanien ist das Wetter auch nicht mehr so, wie es Landkarten-mäßig eigentlich von Berufs wegen zu sein hätte.
Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes hatte Petrus sämtliche Wasser spendenden Rohre geöffnet, um sie nur über unseren Ferienort auszuschütten. Gewitter und Dauerregen vierundzwanzig Stunden lang.
Da war es nicht verwunderlich, dass die Straßen unter Wasser standen und die Autos ohne Schwimmflügel nicht mehr zu bewegen waren.
Nun – gottlob war es am nächsten Tag wieder schön, die Sonne schien vom Firmament, kapaftich auf en Sack Zement.
Die örtliche Feuerwehr hatte ganze Arbeit geleistet und mit dem überschüssigen Wasser praktischer Weise das Meer wieder aufgefüllt.
Bei diesem herrlichen Wetter geht der deutsche Normalbürger seinem gewohnten Hobby nach: Liegen besetzen, hat er doch seit geraumer Zeit offiziell in der Welt nichts mehr zu besetzen. (Scherz am Rande). Noch besser wär eine gemütliche Hängematte, aber die gibt es nur sehr selten zu finden.

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Da noch nicht alle Spanier, die im Gaststätten-Service beschäftigt sind, auch sprachlich eingemeindet wurden, versuchen Sie es häufig auch auf Englisch. Wobei die Frage nach dem verspeisten Essen: “Finish?” vom echten Bundesbürger regelmäßig eindeutig beantwortet wird: “Nein! Deutsch!”
Das Frühstücksbuffet in unserem Hotel war sehr umfangreich und richtig lecker, so dass ich meine Königin eines Morgens tatsächlich fragen musste: “Bist Du bald fertig oder isst Du heute durch?”
Nun, generell nimmt man im Urlaub ja einige Pfündchen zu. Obwohl ich immer wieder Leute beobachten kann, die ausgerechnet im Urlaub mit Diät anfangen. Allerdings kein deutscher Bürger. Nein! Das ist bezahlt, also wird es auch gegessen und getrunken. Geschenke machen wir zu Weihnachten.
Einen Mann konnte ich beobachten, der unvermittelt irgendein Insekt tot trat, sich nach ihm bückte und es in den Mund steckte und kaute. Wahrscheinlich hat er die Beobachter schön verarscht – aber wer weiß?
Was soll ich sagen?
Am Strand war es traumhaft. Das Meer funkelte in grün, türkis und blau, Kinder wurden von ihren Vätern beim Tunnel- und Burgenbau verdrängt und gruben hunderte von Stolper-Fallen für den unwillkommenen Strand-Spaziergänger. Jugendliche sprangen mit Taucherbrille und Schnorchel ins Wasser, worauf einer zu beobachten war, der den Schnorchel seines konzentriert tauchenden Kumpels als Mikrofon missbrauchte und lustig hinein sang:

I like to move it, move it!”

Eine einheimische Frau hatte eine besonders clevere Verkaufsidee entwickelt und bot frische Ananas-Viertel, halbe Kokosnüsse und Melonen an. Den Preis will ich an dieser Stelle nicht verraten.
Sie hatte die Früchte in einer Schubkarre gestapelt und war nach kaum einer Stunde ausverkauft. Lohnende Sache das.
Eigentlich sind meine bessere Hälfte und ich im Urlaub nicht an Kontakten mit anderen Touristen interessiert, da wir uns ja echt voll erholen müssen, aber das Unvermeidliche geschieht grundsätzlich immer.
Beim Essen sprach uns eine Frau vom Nachbartisch an und erzählte uns während des kompletten 5-Gänge-Menüs ihre für uns vollkommen unwichtige Lebensgeschichte.
Danach wussten wir, dass sie auf keinen Fall alles essen und trinken dürfe wegen ihrer Magensäure. Diesen Fakt erfuhren wir von nun an täglich mehrmals, bis ihr Ehemann intervenierte und schlussendlich selbst so aus der Wäsche guckte, wie sieben Tage Regenwetter. War sicher die Magensäure.
Am vorletzten Tag wurde meine Püppi dann im Meer von einer Qualle gebissen – Quatsch – berührt oder wie verteidigen sich diese Gummitiere? Sie schrie aus voller Seele und erschreckte nicht nur mich, sondern auch die in der Nähe schwimmenden Menschen. Ich sah sofort nach ihr um, konnte aber nur noch die Gischt ihres Außenborders entdecken und Menschen, die unwissend dem rettenden Ufer zustrebten.
Nach Beträufeln mit einer frischen Zitrone war der Schmerz schnell gestillt, obwohl die Rötung lange noch sichtbar war.
Am Abreisetag regnete es dann nochmal, wie bestellt, einige Stunden aus vollen Kübeln. Man erzählte uns etwas von über 100 Litern pro Quadratmeter pro Stunde. Klar, dass die Straßen wieder unter Wasser standen. Egal – wir flogen heim.
Alles in die Koffer und ab die Post Richtung Düsseldorf.

Wie gewohnt noch einer zum Schluss:

Bei der Zollkontrolle. Ein Pfarrer muss seinen Koffer aufmachen.  Zum Vorschein kommt eine wunderschöne, große Flasche. “Was ist das?” fragt der Zollbeamte. Antwortet der Pastor:  “Das ist Wasser von Lourdes.” Der Zöllner ist nicht so ganz überzeugt und schnuppert an der Flasche. “Sie wollen sich wohl über mich lustig machen? Das ist doch eindeutig Whisky!” “Gott sei gelobt!” ruft da der Pfarrer, “ein Wunder, ein Wunder ist geschehen!”
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Schwimm-K(r)ämpfe in der Morgensonne

Schwimm-K(r)ämpfe in der Morgensonne

Kennst Du das auch?

Jetzt ist es passiert! Ich habe Rücken!

Dat es Pinn, doarvan könnt geij de Wänd hochloope bes onder de Deck. So weh dütt dat.

Übersetzung: (Dat sinn Schmerzen, davon kannste die Wände hoch rennen bis unter die Decke. So weh tut das.)

Daher entschloss ich mich, etwas dagegen zu unternehmen und entschied mich für das Schwimmen.

Was soll ich sagen?

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung? Denkste! Da finden heimliche Kämpfe statt, die ich mir in meinen kühnsten Albträumen nicht hätte ausmalen können.

Lassen wir uns die Sache chronologisch angehen:

1. Tag – 7:06 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, 18 Grad Celsius, Sonnenschein, kein Wind, Wassertemperatur 24 Grad Celsius

Püppi (meine Angetraute) und ich begeben uns ins nicht kühlende Nass, da vorgeheizt für die Weicheier. (hihi)

Es befinden sich etwa zwölf Personen im großen Fünfzig-Meter-Becken und pflügen in allen möglichen Stilrichtungen durch das blaue Wasser. Hauptsächlich etwas ältere Damen so zwischen sechzig und über achtzig Jahre.

Zunächst überprüfe ich, ob es noch klappt mit Brust und Rücken. Kraul (oder Crowl??) geht nicht, weil ich mich nämlich hinter einer großen Sonnenbrille versuche zu verstecken, um anfänglich einmal unerkannt zu bleiben. Dieses Vorhaben ist auch sogleich von wenig Erfolg gekrönt, als mich die erste Person gleich mit Namen begrüßt. Verdammt!

Nach knapp vierhundert Metern im bedächtigen Tempo geht mir die Luft aus und ich bitte Püppi, gnädig mit mir zu sein. Morgen ist auch noch ein Tag und ich habe heute so viel Termine. Sie glaubt mir, die Gute und rettet mir den Tag.

2. Tag – 7:15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, 19 Grad Celsius, Sonnenschein, kein Wind, Wassertemperatur 24 Grad Celsius

Mit vollem Elan und  vorgetäuschter (bei mir) Begeisterung stürzen wir uns in die Fluten und schwimmen los. Die Sonnenbrille schützt wieder nicht vor einigen Bekannten, die einen freundlich begrüßen müssen, um unterschwellig spüren zu lassen, dass man doch wohl zu den Anfängern gehört. Püppi schwimmt mit kräftigen Zügen, als würde sie das seit Jahren täglich praktizieren. Ich versuche Atem holend einigermaßen mitzuhalten und überrede sie nach geschwommenen fünfhundert Metern aufzuhören, da mir der Rücken schmerzt und morgen ja auch noch ein Tag ist. Das Wasser wird in der Zeit nicht verdunsten. Sie glaubt mir, die Gute und rettet mir wieder den Tag.

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3. Tag – 7:21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, 14 Grad Celsius, bedeckt, mäßiger Wind, Wassertemperatur 24 Grad Celsius

Irgendwie spüre ich, dass es angenehmer, ja geradezu leichter wird mit dem Vorankommen im Wasser. Die Sonnenbrille hat mittlerweile als Tarnung komplett versagt und ich nehme mir vor, eine Taucherbrille oder etwas Ähnliches zu kaufen. Heute halte ich einigermaßen Püppis Tempo mit und orientiere mich zögerlich und vorsichtig mal an der “Konkurrenz”, um einzuschätzen, wem ich pro Bahn einige Meter abnehmen kann.

Was soll ich sagen?

Nach längerem Abschätzen erspähe ich am äußeren Beckenrand einen etwa 90-jährigen Mann, der sich nach etwa zwei gepaddelten Metern am Rand festhält, um nicht unter zu gehen. Irgendwie zolle ich ihm gewaltigen Respekt und hoffe, dass ich das in diesem Alter auch noch machen kann. Leider ist er aber der Einzige heute Morgen, dem ich an Tempo überlegen bin. Enttäuschend, aber auch Ansporn, besser und schneller zu werden. Nach achthundert Metern und mit dem Versprechen, am nächsten Tag den Kilometer voll zu machen, dränge ich Püppi aus dem Pool. Sie glaubt mir, die Gute und rettet mir wieder den Tag.

4. Tag – 7:19 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, 15 Grad Celsius, bedeckt, mäßiger Wind, Wassertemperatur 24 Grad Celsius

Heute muss ich es beweisen! Niemanden anderen als mir selbst. Ich gehöre noch nicht zum alten Eisen und hechte voll motiviert hinter Püppi in die Fluten. Ich lasse ihr einen kleinen Vorsprung und gebe mein Bestes. Bin ich Erster am anderen Ende? Ich bin es. Horrido! Oder hat Püppi mich am Ende gewinnen lassen? Zweifel überkommen mich. Frauen sind manchmal so. Und Püppi ganz sicher, denn sie versteht mich auch ohne Worte. Ich muss mir einen anderen Gegner suchen. Kurz herum geschaut und schon erblicke ich eine grauhaarige Dame, die etwa mein Tempo anschlagen dürfte.

Ich warte, bis sie zum Anschlag kommt und wendet. Kurz danach schwimme ich, was das Zeug hält. Keine Zeit zum Gucken, nur geradeaus und durch. Siegessicher schlage ich nach 50 Metern an. Mein Blick geht sofort nach rechts. Hah! Niemand zu sehen. Wo ist sie? – Scheiße! Die schwimmt schon wieder zurück! Bestimmt hat sie gefuddelt und hat vorher wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Nach mehreren Versuchen muss ich eingestehen, dass ich da noch nicht mithalten kann. “Es wird schon.” rede ich mir ein. Nie aufgeben, immer den Glauben an sich bewahren. Nach dem versprochenen Kilometer muss ich mich verschärft zusammen reißen, damit ich Püppi nicht frage, ob sie mir aus dem Wasser hilft. Ich gebe ihr zu verstehen, dass es mir blendend geht.  Sie glaubt mir, die Gute und rettet mir wieder den Tag.

5. Tag – 7:28 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, 13 Grad Celsius, bedeckt, schwacher Wind, Wassertemperatur 24 Grad Celsius

Ich fühle mich super. Mein Rücken meldet sich nicht mehr so häufig und ich spüre, dass ich heute den Geschwindigkeitsrekord aufstellen werde. Keiner kann mich besiegen. Ich bin unschlagbar! Hah! Ich gehe es auch direkt mächtig an. Boah! Heute ist mein Tag! Und… die Grauhaarige trifft auch gerade rechtzeitig ein. Heute zeige ich es Dir, Baby. Du wirst verlieren. Die erste Runde geht los. Ich schlage an und…sie ist langsamer! Jaaaa – Sieg auf der ganzen Linie. Ich sende ihr ein hämisches Grinsen rüber. Hat sie es gesehen? Denn sie würdigt mich keines Blickes und schwimmt schon wieder los. Nach acht Bahnen liege ich zwar immer noch gleichauf, aber beim Rückenschwimmen schnaufe ich wie ein Walross und sprühe bei jedem Atemzug wie ein Wal eine Fontäne in den Morgenhimmel. Püppi mahnt mich schon, es langsamer angehen zu lassen. Geht nicht! Ich liege bereits fast eine halbe Bahn zurück. Trinken brauche ich heute auch nichts mehr, habe drei Liter Chlorwasser im Balg.

Veredamden Driet. Die Alt schwemmt min weg näss ennen jongen Höpper än ek mott söchte näss en kapotte Ovenpiep.

Übersetzung: (Verdöllter Unrat. Die nicht mehr ganz junge Dame schwimmt mich weg wie als einen jungen Hüpfer und ich muss Geräusche machen wie ein defektes Ofenrohr.)

Püppi erkennt meine konditionellen Unpässlichkeiten und macht mir weiß, dass wir den Kilometer bereits geschwommen hätten. Ich glaube ihr, der Guten und rette mir selbst den Tag.

Was soll ich sagen?

Mittlerweile waren wir sehr viel öfter morgens schwimmen. Mein Rücken zwickt mich nur noch selten und auch die Kondition ist sehr viel besser geworden. Auch die Grauhaarige ist längst keine Gegnerin mehr. Sie hat längst aufgegeben, mit mir mitzuhalten. Inzwischen sind meine Gegner, an denen ich mich orientiere, die jungen Leute, die für die Kreismeisterschaften trainieren. (Kleiner Witz! Muss auch mal sein. Hihi)

Mit einigen habe ich auch ab und an einen Erfahrungsaustausch, wobei ich festgestellt habe, dass so mancher mit künstlicher Herzklappe, Herzschrittmacher und anderen Ersatzteilen hier im Wasser aufschlägt. Respekt Respekt.

Gottlob habe ich persönlich (bis auf Zähne) noch keine Ersatzteile dieser Art benötigt. Die brauche ich eigentlich nur für mein Auto.

Wenn es kühler wird und ich wegen Rücken aufs Fahrrad umsatteln muss, dann erzähle ich davon. Du erfährst es als Erster.

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.
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Lachen ist der beste Fitness-Sport – auch in Kleve

Lachen ist der beste Fitness-Sport – auch in Kleve

Stell Dir mal vor, vor etwa zwanzig Jahren hätte jemand zu Dir gesagt:

“Mein I-Phone hat einen schwenkbaren Widescreen Multitouch, verfügt über Visual Voicemail und ist gleichzeitig ein I-Pod mit 3,5″-Farbdisplay und man blättert mit Cover Flow durch die Albumcover. Es hat auch einen E-Mail-Client mit Rich-HTML sowie mit Safari den fortschrittlichen Web-Browser für mobile Geräte. Die integrierte Kamera hat 4 Megapixel. Der 32 Gigabyte-Speicher eignet sich für MP3, Apple Lossless und andere Audioformate. Die Datenverbindung läuft über W-Lan, Edge oder Bluetooth. Das Betriebssystem ist OS X und das GSM verfügt über Quad-Band. Der SAR-Wert ist nur 0,97 W/kg. Weiterhin verfügt es über integriertem Lithium Ionen Akku.”

Hallo????
Willkommen auf der Erde, Fremder – denn wer so redet, kann nicht von dieser Welt sein.
Hat Captain Kirk verloren? Hat Perry Rhodan versagt?
Ist die Orion im Weltall verschollen und nicht mehr zurückgekehrt?

“Wat vönne Schabbelönder sit geij dann?” (Übersetzung: ” Welch ein befremdliches Wesen sind Sie denn wohl?” )

Ehrlich – ich habe schon Probleme, mein Handy auf Betriebstemperatur zu bringen und bei manchen Mitmenschen ist das bereits am Ohr verwachsen.

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Ähnliches ist ja mittlerweile auch in der Ess- und Beautybranche angekommen.
Hast Du Dich vor einigen Jahren mit solchen Sachen wie Cerealien, Spirulina, Omega 3 Öl, Chia Samen, Guarana, Botox, Weigh-Blocker oder Anti Aging beschäftigt?

“Da wasse wej tefreije mit en Botteram off met enne drööge Proffkuuk.”
(Übersetzung: ” Da hatten wa schon genug zu kämpfen mit Kniffte und trockenen Stopfkuchen.”)

Da hatten wir höchstens was von Hämorrhoiden gehört, konnten das aber nicht schreiben. (hihi)

Apropos: “Hämorrhoiden”:
In einem Klever Ortsteil gab es früher mal eine Sportlerkneipe, wo man sich nach dem sonntäglichen Fußballspiel traf. Geführt wurde dieses urige Gasthaus von “Papp” und “Mam” – die richtigen Namen kenne ich nicht.
Nun trug es sich zu, dass ein Gast bezahlen wollte und umständlich in seiner Knipp nach Kleingeld suchte. Mam wartete geduldig mit dem Tablett in der Hand und kratzte sich dabei unvermittelt am Hintern. “Mam – hasse Hämmorieden?” wollte der Gast wissen. Mam drehte sich zur Theke um und rief: “Papp! Hamm wa Hämmorieden?” Darauf Papp in seiner unnachahmlichen Art: “Nää – wir hamm bloß Güldenring un Eckstein.”

Was soll ich sagen?
Früher war der Wortschatz kleiner und nicht so englisch, wie heute, aber verstanden haben wir auch da schon alles. Vielleicht sogar ein bisschen besser?
Nun – auch im Sport hat eine Verfremdung eingesetzt, die beinahe schon belustigende Züge annimmt.
Wer erinnert sich eigentlich noch an die erste Fitness-Sendung im Fernsehen, als es nur einen Sender gab?
Tja, – die hieß: “Zehn Minuten mit Adalbert Dickhut.” Ein Vorturner, der noch als Relikt aus der Vorkriegszeit daherkam. Das war der Kollege des ersten Fernsehkochs “Clemens Wilmenroth”. Lang ist’s her.

Früher kannte man eigentlich nur Fußball, maximal Handball oder Reiten. Danach kam nur noch Skifahren und Leichtathletik oder Boxen mit Cassius Clay bzw. Muhammad Ali. Allerdings nur, wenn Weltmeisterschaft oder Olympiade war.
Heutzutage schlägt man zum Squash oder Racketball auf, bewegt sich auf Musik bei Zumba, Spinning oder auf dem Elypsentrainer, trainiert auf dem Power-Plate, bewegt sich nach solch exotischen Sachen wie Body Art, Core Workout, Fatburner, POBB, Marma-Yoga, Tabata oder Pilates, spielt Snooker, Beachvolleyball oder was auch immer.
Auch exotische Sachen sind dabei, wie Kickboxen, Tai-Bo, Chi-Gong, Tai-Chi und so weiter. Man sollte meinen, die sieben Köstlichkeiten vom Chinesen sind direkt auf dem Sportplatz gelandet.
Interessant auch die sogenannten Randsportarten wie Darts, was ja nix anderes als Pfeile werfen ist.

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Oder Pokern. Kennt man noch aus den alten Western mit John Wayne, wo meistens einer falsch spielte. Ist heute in der Kategorie Texas Hold ’em zu neuer Blüte erwacht und überflutet das Internet und das Fernsehen.
Besonders witzig ist Timberland-Sport. Da müssen muskelbepackte Männer dicke Holzstämme so schnell wie möglich durchsägen oder durchhacken.
Vor einigen Jahren noch ging man ins Fitness-Studio und trainierte mit Hanteln, bis einigen faulen Menschen das zu schwer und zu schweißtreibend war. Also erfand man Geräte, die den gleichen Zweck erfüllten, aber wesentlich angenehmer und bequemer waren. Wem das immer noch zu mühsam war, legte sich Dioden an die Muskeln und ließ elektrische Stromstöße durchfahren.

Nun – wenn man abnehmen möchte, sollte man zu allererst seine Essgewohnheiten ändern, keine Diäten machen und sich dafür mehr und öfter bewegen.
Wenn man darüber hinaus auch seinen Körper richtig in Form bringen will, sollte man ein Fitness-Studio besuchen und sich unter fachlicher Anleitung ein individuelles Trainingsprogramm maßschneidern lassen.

Wenn Dir die Geschichten aus der KLE-Blatt-Reihe: “Der Klever Philosoph” gefallen, kannst Du viel mehr davon auch per Ebook bekommen in allen bekannten Online-Book-Stores wie Amazon. de, Bookrix.de, etc.

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Lieber Urlaub in Kleve als Hickepick

Lieber Urlaub in Kleve als Hickepick

Boah, heute Morgen hatte ich einen gewaltigen Hickepick.

Kennst Du das auch, wenn man gerade gemütlich am Frühstückstisch sitzt, den dampfend duftenden Kaffee vor sich, Brötchen mit lecker wat drauf im Anschlag und dann knallt es aus Deinem Körper, weil Du unvermittelt die Luft in einem kurzen, knappen Stoß so aufsaugen musst, dass Dein Gegenüber meint, Du hast Dich bei Ihrem/Seinem Anblick derart erschreckt, dass Dir die Brocken im Hals stecken bleiben?

“Doar heij denn Papp ewell op.” (Übersetzung: ” Da hast Du aber schnell gefrühstückt.” )

Doppelt schlimm entwickelt sich die Situation, wenn Du unmittelbar nach dem Hick auch noch böksen musst.

“Doar goij ewell godome ont kneste – doar sit geij ennen ganz ärmen Schloof.”

(Übersetzung: ” Da gehste mich aber gewaltig ant knistern – da biste mich einen ganz ärmlichen Schlauf.” )

Wow – eine neue Wortschöpfung: “Schlauf” (hihi)

Naja, auf jeden Fall hatte ich ganz schön zu kämpfen mit meinem Hickepick, der mich erst nach gut einer Stunde verließ und den irritierenden Blick gleich mitnahm.

Eigentlich wollte ich Dir heute von etwas ganz anderem erzählen – nämlich von der schönsten Jahreszeit, wo es das Laub gibt, welches niemals wächst und immer kürzer wird:

Urlaub!

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Apropos: “Urlaub”:

In den Niederrheinischen Blättern habe ich gelesen, dass die Region hier als Urlaubsziel gänzlich unbekannt ist.

Selbst Radfahrer, Wanderer, Jogger, Walker oder Paddler, die hier doch bestens auf Ihre Kosten kommen würden, nehmen kaum Notiz von uns.

Dabei haben wir doch nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell so Einiges zu bieten. Hier haben wohl die zuständigen Behörden und Verantwortlichen einiges nachzuholen, wollen wir doch auch vom Tourismus profitieren.

Was soll ich sagen?

Vielleicht sollte man mal Shopping-Touren für die Geschäfte in Kleve anbieten oder generell für das Besichtigen und Einkaufen in Kleve?

Wenn wir mal ein paar Tage oder manchmal auch mal zwei Wochen unterwegs gewesen sind, dann freuen wir uns schon, den Schwanenturm wiederzusehen.

“Dann sin weij blij wär t’hüss te sinn.” (Übersetzung: “Home sweet home.” )

Sollten Dir die Geschichten über Kleve gefallen und Du möchtest auch mal eine Story von Dir oder Deiner Firma lesen, dann lass es mich wissen oder melde Deine Firma einfach bei KLE-Blatt an.

Muss ja auch mal ein wenig Eigenwerbung machen. (Hihi)

Zum Schluss hier noch einer aus Kleve:

Ein Vogelzüchter aus Kellen hatte eine wundervolle Voliere mit zahlreichen seltenen Piepmatzen. Er ließ niemanden an seine Lieblinge ran, nicht mal seine Frau. Doch eines Tages kam er ins Krankenhaus und musste seiner Gattin die Pflege überlassen. Als er nach drei Wochen wieder zurückkam, waren alle Tiere verendet, bis auf den stabilsten Vogel, den er “Kawänzmann” getauft hatte. Schweren Herzens wollte er sich letztlich auch von diesem Flattermann trennen und gab eine Anzeige im Wochenblatt auf:

” Weil meine Frau nichts von Vögeln versteht, verkaufe ich meinen Kawänzmann.”

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Ei-Pott, Ei-Föhn und Ei-Pätt

Ei-Pott, Ei-Föhn und Ei-Pätt

Kennst Du das auch?

Letztens hatte ich mal wieder in der Innenstadt von Kleve zu tun.
Wenn die Schwanenburg und der Elsa-Brunnen nicht da gewesen wären, dann hätte ich den Eindruck gewonnen, auf einem anderen Planeten zu sein.
Ob an den öffentlichen Plätzen, in Restaurants, Cafes oder auch im Omnibus oder in dem kleinen Shuttle-Bus, der immer vom Bahnhof zum EOC kutschiert – nur Menschen mit Knöpfen im Ohr, an denen Kabel zu irgendwelchen Geräten führen, Leute die pausenlos in ihr Handy oder einfach in einen Ohrklipp quatschen und ihre Umgebung überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Dazu kommt die Selbstverliebtheit, die man pausenlos mit irgendwelchen Selfies dokumentiert.

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Mütter mit Kindern auf Bänken im Forstgarten. Die Kinder kämpfen sinnverloren mit Ausserirdischen auf der Playstation, die Mütter telefonieren ohne Unterlass mit Freundinnen, die gerade mal zwei Bänke weiter sitzen.

Et es nätt egoal, off geij ännen Ei-Pott, änn Ei-Föhn off ännen Ei-Pätt hätt. Die Denger
klauwen ow än hoop Titt än hoas mehr as dä Hälft van ow Läwe.

Übersetzung: (Es ist ganz egal, ob Du einen IPod, ein IPhone oder einen IPad besitzt. Die Dinger stehlen Dir einen Haufen von Deine Zeit, wahrscheinlich fast mehr als die Hälfte Deines Lebens.)
Macht das Sinn?

Sollte sicher jeder für sich selbst entscheiden. Aber was ich mittlerweile diesbezüglich registriere ist aus meiner Sicht nicht mehr normal. Was haben wir bloß gemacht, als es Apple noch nicht gab?
Ach ja – wir sind auch mal in der frischen Luft spazieren gegangen und haben die pure Natur genossen oder haben uns wirklich mit Freunden getroffen und sie nicht nur im Ohr gehabt oder auf dem Bildschirm über Skype und What’s App gesehen.

Sicherlich ist es schön, mal Weltmeister im Golf oder im Fußball zu werden. Aber wenn man das über ein Spielgerät mittlerweile mehrmals am Tag erreichen kann, verliert der wirkliche echte Titel für viele an Wert und keiner kann sich vorstellen, welche Begabung und welcher Trainingseifer – von der Disziplin gar nicht zu reden – erforderlich sind, um so ein Ziel auch nur annähernd zu erreichen.

Irgendwann wird es Plätze geben, die als I-Geräte-frei deklariert werden oder die Bundesregierung führt mal einen Handy-freien Tag ein. (hihi)
Was soll ich sagen?
Wir sind nicht mehr allzu weit von dem Zeitpunkt entfernt, wo man uns bei der Geburt einen GPS-Sender mit eingebautem Handy, Spielkonsole und 3-D-Beamer über die Augen installiert. Facebook kennt einen dann eh schon vor der Geburt und Google hat Dich schneller gefunden, als der Arzt Dich bei der Entbindung.
Bevor es aber soweit ist, sollten wir uns noch ein wenig auf andere Dinge konzentrieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Blumen, Pflanzen, Sträucher und Bäume? Denn davon gibt es in den Klever Parks tatsächlich noch eine reiche Auswahl.
Komm – hier noch einer zum Thema:
Apropos:
Neugierig sieht Mäxchen dem Gärtner Grünich bei der Arbeit zu. “Wohin fahren Sie denn den vielen Mist?” fragt er schließlich. “Den”, meint der Gärtner, “gebe ich auf die Erdbeeren.”
Mäxchen gehen die Augen über. “Das kann nicht wahr sein! Wir geben immer Sahne darauf.”
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Hunde, Touristen und tätowierte Mädchen in Kleve

Kennst Du das auch?

Beim Einkaufen in Kleve brannten meinem Herzblatt und mir die Füße vom Stadt hoch und runter, weil wir ein paar Mal den City-Train verpasst hatten. Eigentlich wollten wir damit auch mal rumtouren, klappte dann aber nicht wie gewollt.

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(Foto: Kleve Tourismus)

Also war ein kleines Päuschen angesagt.

Wir holten uns bei Henk Hop eine schöne Portion frisch gebackenen Kibbeling mit Knobisauce und machten es uns bei strahlendem Sonnenschein vor dem Fischgeschäft gemütlich.

Doch was soll ich sagen?

Zunächst ging uns ein Leierkasten-Spieler ziemlich auf den Keks, weil seine Platten oder was immer er für den Betrieb seiner Musik benötigt, entweder einen Sprung hatten oder schräg eingelegt waren. Auf Nachfrage bei Henk meinte der nur: “Seine Frau hat ihn heute zum Spielen nach draußen geschickt!“ Aber dann muss er doch Lieder, die normal mit 45 Umdrehungen laufen, nicht mit 26 drehen!

Bereits das erste Stück Backfisch blieb uns dann vor Schreck im Mund stecken, weil ein kläffender Hund unter unserem Tisch hindurch stöfferte und uns gehörig in Aufregung versetzte.

Dahinter natürlich der Hundebesitzer mit beschwörenden Worten: “Lisa, komm, nun komm doch, brav, brav, Lisa!”

Der Hund hörte gut, jedoch wollte er nicht so wirklich gehorchen und dann kam der Satz, den wir im Grunde viel früher schon erwartet hatten: ” Das macht er sonst nie.”

Sönnen Hond brückt es Üttloop än mott ok ens än Stöck Fess frääte, än niet ömmer dat Gedööns ütt de Böss.

Übersetzung: (Sonnen Hund braucht mal Auslauf und sollte auch ma ein Stück von der Fisch fressen und nicht immer Schappi aus die Dose.)

Nachdem der Mann sein Haustier wieder eingefangen und an die Leine gelegt hatte, konnten wir uns wieder beruhigt unserer Zwischenmahlzeit zuwenden.

Durch diesen Vorfall aufgeschreckt, beobachtete ich allerdings jetzt genauer die Menschen und da vor allen Dingen die, die einen Hund mit sich führten.

Boah, was gibt es da für Rassen, Größen und Unterschiede.

Jetzt bin ich nicht der Kenner, aber konnte doch einige Tiere ihren Rassen zuordnen.

Da gab es Coca-Spanier, Schiwauwaus, Golden Getrieber, Biegel, Berner Diener, Bobteller, Tschau Tschau, Deckel, , Landseer, Neunpfundländer und Pekineser, die aussahen, als wären sie mit ihrer Schnauze drei Mal gegen die Pumpe gelaufen.

Und alle Besitzer hatten so eine gewisse Ähnlichkeit mit Ihren Lieblingen – sei es im Aussehen, im Gang oder in ihrer Kleidung – die Farbe meine ich, die Farbe.

In irgendeinem James Bond Film erfuhr man ja, dass der Diamant den Hund als besten Freund der Frau abgelöst hat – aber soweit möchte ich nicht gehen, das zu glauben.

Neben dem Pferd ist wohl der Hund das einzige Haustier, das an einer Leine herumgeführt wird.

Stelle Dir mal vor, ein Taucher geht mit seinen drei Fischen unter Wasser spazieren. Geck oder?

Was mir jedoch auffiel bei unseren Stadt-und-Leute-Beobachten-Studien, war interessanterweise die Kleidung der Menschen, und wir versuchten zu erraten, was der- oder diejenige wohl von Beruf sein mögen.

Nun, an einem solchen schönen Sonnentag ist die typische deutsche Touristenkluft des Öfteren zu bestaunen:

Mann, etwa 35 bis 60 Jahre alt, schneeweiße, behaarte dünne Beine in hellbeigen Kaki-Shorts, weiße Socken in dunklen Trekkingsandalen, kariertes Hemd, bei dem der untere Knopf einen weißen Teil des Bauches freigibt, darüber eine beige Outdoor-Weste (wer hat diese Dinger eigentlich erfunden?) und als Krönung eine schicke Baseball-Cap mit dem Werbeaufdruck des örtlichen Malereigeschäftes.

So stellen sich die Menschen im Mittelmeerraum den deutschen Touristen vor und dieser hat nichts Besseres zu tun, als diesem Klischee gerecht zu werden. Boah!

Junge Mädchen flanieren erotisch höchst entzückend in einem viel zu engen T-Shirt mit der Aufschrift: “I Love Balls” herum, welches immer einen Teil des anerarbeiteten Rettungsringes um die Bauchregion freigibt, damit man das verführerische Kügelchen ihres Bauchnabel-Piercings nicht übersieht. Sobald sie in Ihrer umwerfenden Schönheit vorbeigerollt sind, erspäht man beim unersetzlichen zweiten Blick noch das überaus kunstvolle “Arschgeweih”, das aus dem oberen Rand ihrer entsetzlich hautengen Leggins hervorlugt. Die Füße stecken in High Heels (hochhackige Pumps), bei deren Absätzen man versucht ist, rettend einzugreifen.

Noch schlimmer wird es, wenn sie dann ihren widerspenstigen Hund so hinter sich herzieht, dass das arme Tierchen bereits blau anläuft (glaubt man zumindest zu erkennen) und sie ihn dann mit quiekender Stimme ankreischt:

“Los, komm Purzel oder glaubsse, ich traach dich bis na Hause?”

Stimmt alles nicht? – Tja, gehe mal in Kleve einkaufen und staune. 😉

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Frühjahrsputz in Kleve

Frühjahrsputz in Kleve

Kennst Du das auch?

Gestern war ich mit meinem Herzblatt mal wieder in Kleve einkaufen und gerade damit beschäftigt, das Auto mit diversen Waren vollzuladen, als ein älteres Ehepaar an uns vorbeilief und der Mann geradezu unnachahmlich meinte:

“Ek gelööf, et fengt an te dröppele.”

(Übersetzung: “Ich glaube, es fängt wohl an zu tröpfeln.”)

Typisch Niederrhein.

Nicht nur, das es eigentlich immer irgendwo regnet bei uns – nein auch die Tatsache, dass man glaubt, es fängt jeden Moment an, obwohl noch nichts passiert ist.

Jetzt kommt aber der eigentliche Knaller, denn die Frau antwortete ebenso derb, wie gleichgültig (was sonst) :

“Bloote Kont!”

(Übersetzung: “Was soll’s, dann regnet es eben!”)

Was soll ich sagen?

Wir dürfen nicht nöhlen – wir sind an Regen gewohnt – selbst wenn man sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren kann, das einem bereits Schwimmhäute zwischen den Zehen wachsen.

Nun, die Sache hat auch Vorteile, denn das Meiste fällt ja daneben.

Und man weiß seit Urzeiten, dass Kinder besonders im Mai-Regen zu wachsen anfangen oder?

Nach einigen Stunden musste ich dem Mann beipflichten, denn es schüttete wie aus Kübeln. Dann braucht der Mensch mit lichtem Haar eine geeignete Kopfbedeckung.

Warum?

“Want geij Krölle hätt, off ennen Bibi, dann sall ow dat schitt egool sin. Ewell met ennen Klättskopp of en Pläät da knallt dat geweldig op owen Hernekast.”

(Übersetzung: “Wenns Du gekräuselte Kopfbehaarung hast oder gar ein niedliches Hütchen, dann soll Dich dat ganz egal sein. Aber mit einen Klatschkopf oder eine Platte da knallt Dich dat gewaltig auf Deinen Denkapparat.” )

Der Dauerregen hat für meine Frau eigentlich den größten Nachteil in der Tatsache, dass der gerade frisch geputzte Fußboden nach einem Außenaufenthalt wieder dreckig wird.

Jetzt ist es nicht so, dass sie einen Putzfimmel hätte. Nein.

Aber den Dreck einfach trocknen lassen und ihn dann nach draußen pusten, das ist nun wirklich nicht ihr Ding.

Also auf ein Neues. Ich bedauere Sie dann auch anständig.

Warum? – Ich bin ihr Ehemann – das ist mein Job. (hihi)

Wenn ich in diesem Zusammenhang dann mal in den Abstellraum schaue und mir die Batterie an Putz- und Reinigungsmitteln ansehe, dann fehlen mir schlicht die Worte, was es da so alles gibt.

Für jeden Bodenbelag, ob Teppich, Fliesen, Stein, Holz, Kork und was sich sonst noch im Angebot der Fußbodenbelag-Verkäufer tummelt – es gibt immer einen Spezialreiniger.

Mit Essig, Zitrone, Öl, Balsamico (oh – ich weiche ab), mit Power, Strahlkraft, Energie, Nächstenliebe (oh – ich weiche schon wieder ab) und und…

Bisher dachte ich, diese Vielfalt gäbe es nur in einem Kosmetikschrank. Weit gefehlt.

Und dann dieses Arsenal an Geräten, um die verschiedenen Zutaten auf die entsprechenden Oberflächen zu verteilen.

Boah, – da kannst Du schon mal ziemlich durcheinander kommen. Ich hätte meine Probleme mit diesen verschiedenen Besen, Schrubbern, Bodenabziehern, Heizkörperreinigungsbürsten, Spinnfegern, Wischtüchern, Schwämmen und so weiter.

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Für meinen Teil bin ich schon glücklich, einigermaßen mit einem Brillenputztuch umgehen zu können.

Da zieht man mal wieder den Hut vor seiner eigenen Frau und schlägt vor Begeisterung mit der Stirn auf der Straße auf.

Tja – aber ein noch so umfangreiches und für alle Einzelfälle vorbereitetes Sortiment an diesen ganzen Utensilien nützt wenig, wenn der Entsetzensschrei ertönt:

“Ich brauch endlich mal einen vernünftigen Reiniger für Edelstahloberflächen!”

(Übersetzung: “Ek brück neij Greij!”)

Dann muss man die Zeichen der Zeit als Ehemann erkennen. Dann ist Eigeninitiative gefragt. Dann erwartet die Frau Hilfe vom starken Geschlecht. Dann kann ein Kerl zeigen, was in ihm steckt. Dann wird man dem Weibe beweisen, warum sie dem Manne untertan ist. Dann ist der große Augenblick gekommen, auf den man lange warten musste und man antwortet ganz entspannt und voller Ruhe:

“Lott min in Röst met denn Quats.” (Übersetzung: “Lass mich in Ruhe mit der Quatsch.”)

Neeee – nur ein Witz.

Natürlich erforscht man in Windeseile alle Ressourcen, um sich dieses Problems ein für alle Mal zu entledigen.

Mittlerweile gehöre ich nun auch zu der Gemeinschaft der Menschen, die sich mit solchen Sachen nicht mehr rumschlagen müssen.

Wofür gibt es denn das Internet?

Ein Paradies für Reinigung und Sauberkeit mit allen notwendigen Mittelchen und Systemen, die man sich nur vorstellen kann, wenn man weiß, wo man suchen muss. (hihi)

Meine Überzeugung ist, dass es in diesem Bereich absolut nix gibt, was man nicht über die Suchmaschinen finden kann.

Daher  – wenn Du nicht mehr weiter weißt und Du die Flecken nicht vom Boden bekommst (wenn er wandert, ist es ein Sonnenstrahl ), dann wende Dich vertrauensvoll an Google – da wird Dich geholfen.

Um selbst mit seinem Geschäft dort gefunden zu werden, benötigt man mittlerweile einen Spezialisten – einen sogenannten Suchmaschinenoptimierer. Und die, die ihr Handwerk in diesem Bereich wirklich verstehen, findest Du hier:

KLICK MICH!

Hier noch einer zum Thema Reinigung:

Ein Mann kommt sternhagelvoll morgens um vier Uhr nach Hause. Im Flur wird er bereits von seiner mit einem Besen bewaffneten, sehr wütenden Frau abgefangen.
Verdutzt fragt er sie: “Putzt du oder fliegst du noch weg?” 

Wenn Dir die Geschichten aus der KLE-Blatt-Reihe: “Der Klever Philosoph” gefallen, kannst Du viel mehr davon auch per Ebook bekommen in allen bekannten Online-Book-Stores wie Amazon.de, Weltbild.de, Thalia.de. Hugendubel.de, book.de, buecher.de, Bookrix.de, etc.

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Der Hobbit ist in Kleve

Hurra! Der Hobbit ist in Kleve

Endlich ist er in Kleve eingetroffen, der Hobbit.

Mittlerweile Teil 2 der Saga, die unter dem Namen “Smaugs Einöde” in den Tichelkinos angelaufen ist.
Als absoluter Fimfreak interessierte mich natürlich vor allem die neue HFR-Technik, in der 48 3D-Bilder statt der bisherigen 24 pro Sekunde laufen.
Da der erste Teil schon Spitzenklasse war, konnte ich meine Frau auch diesmal begeistern und so begaben wir uns mit Freund Klaus ins Kino.

Als 3D-Experte hier gleich ein goldener Tipp für alle KLE-Blatt-Leser/innen:
Immer die unteren Ränge in der Mitte versuchen zu ergattern. Warum?
Bei “normalen” Filmen sitzt man sicher oben am besten, da schnelle Schnitte und Seitenbewegungen in Geschwindigkeit sehr verwirrend sein können, wenn man zu nah zur Leinwand sitzt.
Aber die neue 3D-Technik ändert hier alles, da man – vor allem jetzt mit HFR – sofort in die Handlung einbezogen wird. Es entwickelt sich schnell die Illusion, selbst Teil des Filmes zu werden. Das ist einfach unglaublich, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

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(Foto: Autogrammfoto von Martin Freeman als Hobbit Bilbo – topgalerie24.de)

Schon der erste Eindruck ist einfach umwerfend. Man befindet sich in einer alten Stadt. Es regnet und man folgt einem Zwerg in eine Gaststätte. Sofort schaut man sich nach einem Schirm und Kleingeld um – so steckt man in der Handlung drin.
Von diesem Zeitpunkt an versteht es der Regisseur, den Betrachter einen Traum leben zu lassen, der einen komplett in den Bann zieht und bis zum Schluss nicht mehr los lässt.
Man fürchtet die brutalen Orks, möchte den Elben mehr Entgegenkommen wünschen und freut sich über eine neue Elbin (Tauriel), die es sich wirklich lohnt, anzuschauen. Man geht in Deckung, wenn Riesenspinnen die Zwerge in ihre Netze einwickeln und versucht auszuweichen, wenn einem die Pfeile um die Ohren fliegen.
Die Flucht der Zwerge in Holzfässern durch wildes Wasser ist ein eigenes Erlebnis und es fällt einem vor Schreck die Brille runter, wenn plötzlich eine Fledermaus auf einen zuschießt.

Die absolute Krönung ist allerdings die Schatzhöhle der Zwerge, die vom Drachen Smaug bewacht wird. Wie in jedem Märchen, bewacht ein Drachen einen großen Schatz und schläft. Und man sollte ihn auf gar keinen Fall aufwecken, was dann aber regelmäßig passiert. So ist es auch in diesem Film. Der in der Höhle zu besichtigende Schatz sprengt jegliche Vorstellungskraft. Dagegen sieht der Geldspeicher von Dagobert Duck aus wie eine Spardose.

Was dann aber an Action und unfassbaren Bildern auf einen zustürzt, raubt einem schlichtweg den Atem. Man krallt seine Fingernägel in Stuhllehne oder Sitznachbar und die Fußnägel ins Parkett. Und dann geht sie ab, die wilde Fahrt.

Zum Ende hin wünscht man sich einen Eimer, um ihn aus dem dahin fließenden Goldmassen zu füllen.

Der Film endet mit der Gewissheit, dass man den dritten Teil kaum erwarten kann. Wer es einrichten kann, sollte sich dieses Erlebnis gönnen. Ein großartiges Weihnachtgeschenk!

Um sich ein Bild davon zu machen, wie Smaugs Einöde von außen aussieht, braucht man in Kleve nur zur Ruine der Margarine-Union zu gehen.
Allerdings wird sich dort im Innern keine Schatzkammer befinden. 😉

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