Bollinger und Royen

Bollinger und Royen

Auf diesem etwas unscharfen Bild sieht man zwei Gastronomie-Legenden aus Kleve. Hotel Bollinger ist längst abgerissen und es gibt auf KLE-Blatt zahlreiche Berichte und Fotos dieses unvergessenen Hotels. Aber wir sehen auch das altbekannte Haus Royen, in dem der unverwechselbare Manni Royen Jahrzehnte lang das Zepter schwang. Bei ihm gab es nur die Alternativen: man mochte ihn oder man mochte ihn nicht. Zweifelsohne gehörte er aber zu den besten Bierzapfern seiner Zunft und sein preiswerter aber immer deftig leckerer Mittagstisch sucht heute Seinesgleichen.
Manni’s große Passion gehörte dem Marathonlauf. Und dafür trainierte er ständig, wenn es seine Zeit erlaubte. Sein Lauf-Partner war in erster Linie Dr. Scheuerle, den man immer noch im Stadtgebiet sehen kann, wenn er seiner ebenfalls großen Leidenschaft – dem Laufen – frönt. Wenn die beiden sich auf ein größeres Laufereignis vorbereiteten, dann trank Manni an seiner Theke nur Milch, was seinen unwissenden Gästen so manches Kopfschütteln entlockte.
Egal, wie man über ihn denkt. Manni ist und bleibt eine Klever Legende. 🙂
Aktuell ist er immer noch präsent im Stadtgebiet.

Bollinger und Royen

Wo ist der Cupido vom Eisernen Mann?

Wo ist der Cupido vom Eisernen Mann?

Nun – die Geschichte besagt, dass die Statuette um 1672 von französischen Soldaten mutwillig herabgeschossen wurde. Im Jahre 1653 hatte Johann Moritz von Nassau-Siegen hier an der Nassauer Allee innerhalb von nur zwei Wochen sechshundert Linden pflanzen lassen. Der “Eiserne Mann” ist eine sogenannte Feldschlange, die noch aus der Belagerung von Schenkenschanz stammen soll.
Später wurde eine Cupido-Statuette konstruiert und auf das eiserne Mörserrohr gesetzt. Das Denkmal wurde dann weiter stadteinwärts an der Einmündung zur Lindenallee wieder errichtet. Dies geschah durch den berühmten Sohn der Stadt – Joseph Beuys – im Jahre 1963.

Wo ist der Cupido vom Eisernen Mann

Der Eingang zur Ringstraße

Der Eingang zur Ringstraße

Noch von Autos ziemlich unbefahren und mit traumhaften Gebäuden ausgestattet, sehen wir hier die Ringstraße um die Jahrhundertwende. Der Fotograf hat an der Ecke Lindenallee gestanden, als er dieses Bild schoss. Die zahlreichen Menschen empfanden ihn sicher als absolute Attraktion zu dieser Zeit. Es muss ein sonniger Tag gewesen sein, denn vor dem Hause Rogmanns sind zum Schutz die Markisen herab gelassen worden. Sie waren damals rot-weiß gestreift, was toll ausgesehen haben muss. Ein ähnliches Foto-Motiv entstand dann im Jahre 1909, als man die Ringstraße anlässlich des Kaiser-Besuches in “Hohenzollernstraße” umbenannte. Siehe hier:

KLICK MICH!

Der Eingang zur Ringstraße
(Mit freundlicher Genehmigung von Klaus Radermacher aus seinem Buch „Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende)

Als Schürings noch die “Neue Mitte” in Kleve war

Als Schürings noch die “Neue Mitte” in Kleve war

Nicht das Cafe’, sondern das Schuhwarenhaus von Theodor Schürings war zu Anfang der Fertigstellung des bekannten Gebäudes in Cleve beheimatet. Die Giebelfront war im Jahre 1902 gerade fertiggestellt worden und man kann noch die schräg geklebten Schilder mit der Botschaft “Zu vermieten” in den oberen Fenstern entdecken.

Als Schürings noch die

Das Baugrundstück des Klever Kaufhofes

Das Baugrundstück des Klever Kaufhofes

Im Jahre 1957 begann man mit dem Neubau des Klever Kaufhofes, nachdem man die zerstörten Überreste des Gebäudes aus Betonbrocken, Stahlträgern und Moniereisen nach schwerer Arbeit mit dem Presslufthammer beseitigt hatte.
In der tiefen Baugrube fand man noch Blindgänger aus dem vernichtenden Weltkrieg und während der eineinhalbjährigen Bauzeit zogen die Bauaktivitäten Scharen von Schaulustigen an, wie man hier sehen kann.
Das Baugrundstück des Klever Kaufhofes
(Foto: Fritz Getlinger – mit freundlicher Genehmigung von Frau Katrin Getlinger-Wessing)

Ein seltsamer Transport auf dem Kermisdahl

Ein seltsamer Transport auf dem Kermisdahl

Wenn man sich ältere Bilder etwas genauer anschaut, dann entdeckt man mitunter seltsame Dinge. Hier haben wir ein wundervolles Foto aus dem Jahre 1905, auf dem wir oberhalb des Kermisdahl die Schwanenburg, die Synagoge und den Prinzenhof sehen. Ein emsiger Ruderer hat sich einen schönen Nachen bei Scho geliehen und legt sich mächtig in die Riemen. Aber was transportiert er denn da? Man erkennt hinter ihm ein Gestell, ähnlich wie ein Schiedsrichter-Stuhl beim Tennis.
Bevor man jetzt ans Grübeln kommt, kann man natürlich auch annehmen, das er gerade als das Foto geschossen wurde, sich die Besucherterrasse im Hintergrund zeigte, die ein wenig ins Wasser hinein ragte.

Ein seltsamer Transport auf dem Kermisdahl
(Foto: eingereicht von Heinz Lankeit)

Das Hotel “Clever Hof” am Stadteingang

Das Hotel “Clever Hof” am Stadteingang

Das Hotel “Clever Hof” wurde im Jahre 1900 eröffnet und bezeichnete damals den eigentlichen Stadteingang von Bad Cleve aus Richtung Kalkar kommend.
Die Menschen stehen auf der “Alten Brücke”, die übrigens bei der großen Überschwemmung im Januar 1809, als Johanna Sebus (sowie 21 weitere Menschen) ertrank, 1,20 Meter unter Wasser stand. Bei dieser Katastrophe nutzten auch das damals noch vohandene Brücktor und die zwei Meter hohe Stadtmauer (hier im Hintergrund zu sehen) nichts mehr. Die Unterstadt wurde komplett überflutet.
Zur Orientierung: Der “Clever Hof” stand dort, wo sich heute der Eingang zum Spoycenter befindet.

Das Hotel Clever Hof am Stadteingang

Eine Mauer in Kleve

Eine Mauer in Kleve

Wir sehen sie hier links. Eine etwa 3,00 Meter hohe Mauer steht dort mitten in Kleve. Warum wohl? Zur Orientierung: Die beiden Männer mit dem Handkarren laufen gerade über die “Weiße Brücke”, die heutige Worcester-Brücke. Rechts unten der Kermisdahl beim damaligen Haus Scho. Da standen noch zahlreiche große Bäume, die eine sofortige Identifizierung der Lokalität ein wenig verschleiert haben. 🙂

Eine Mauer in Kleve

Notunterkünfte in Kleve

Notunterkünfte in Kleve

Ein aktuelles Thema angesichts der immer noch laufenden Flüchtlingsströme aus den Kriegsgebieten der Welt.
Auch hier bei uns war mal Krieg, der sich gerade leider in Kleve unerbittlich gezeigt hatte und die unten abgebildeten Situationen schuf.
Durch diesen Krieg, der Kleve fast komplett zerstörte, war es erforderlich Anfang 1950 für die vielen obdachlosen Menschen Notunterkünfte einzurichten.
So kam es dazu, dass auf der Jülicher Straße aus drei D-Zug-Waggons städtische “Wohnungen” entstanden.

Notunterkünfte in Kleve
(Foto: Fritz Getlinger mit freundlicher Genehmigung von Frau Katrin Getlinger-Wessing)

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