Serien oder Sitcoms?

Serien oder Sitcoms?

Kennst Du das noch?

“Fury – wie wäre es mit einem Ausritt?”

Kennst Du noch diesen Ausruf, der in den Fünfzigern oder Anfang der Sechziger, kurz nach der Erfindung des Fernsehens, Tausende von Kindern an den heimischen Herd holte?

Ein kleiner Junge sprang auf seinen schwarzen Hengst und ritt in ein neues Abenteuer.

Wenn Du heutzutage mal die Gelegenheit hättest, eine Folge davon zu sehen, würden Dir vermutlich die Füße einschlafen, aber damals war das der Oberknaller.

“Denn Krentekakker van frugger es vandaag well eiges Opa – wat denn Titt verget.” (Übersetzung: ” Der Sultaninenscheisser von damals ist heute wohl eigenhändig Grossvater – was die Zeit doch voranschreitet.” )

Und was es da alles für Fernsehserien gab, die heute im Zeitalter von “Game Of Thrones”, “Homeland” oder “Sex and the City” (damals dachte man übrigens noch “Sex” hieße wirklich übersetzt: “Sechs“ ) niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholen würden.

Der unvermeidliche Collie Lassie, der in unzähligen Folgen (wie lange lebt eigentlich so ein Köter?) die Welt rettete. Man munkelt heute noch, er war die Basis für spätere James Bond Filme.

Daneben gab es noch diesen Schäferhund Rin Tin Tin, der allerdings kein echtes Konkurrenzprodukt für Lassie war. Hatte der nicht immer diesen komischen Pfadfinderhut auf?

Dann gab es irgendwann auch die Serie “Auf der Flucht”, wo ein mutmaßlicher Mörder in gefühlten achttausend Folgen von Ort zu Ort ziehen musste, weil ihm immer so ein ehrgeiziger “Bulle” auf den Fersen war. Der hatte danach bestimmt die halbe Welt gesehen.

Oder kennst Du noch “Shannon klärt auf”? Fand ich damals echt cool, weil der schon zu dieser Zeit ein Autotelefon besaß, obwohl es das überhaupt noch nicht gab; aber wir guckten uns jede Folge an, weil er immer einmal zu diesem futuristischen Gerät griff.

Erzähl das heute mal den “Whats App”- und Tinder-geschädigten Mittsäcken. Die glotzen Dich bloß ungläubig an und fragen, wo man das downloaden kann.

“Die schmitte sich ob dat Schäselong än knötsele sich ennen Bölt on de Kont met die Spööldenger.”

(Übersetzung: ” Die schmeißen sich weg auf dat Chaiselongue und knoten sich eine Beule an den Allerwertesten mit die Playstationen.” )

Apropos: “Playstation”:

Mann zum Software – Verkäufer: “Ich suche ein richtig spannendes Abenteuerspiel, das mich wochenlang fesselt und beschäftigt.” – Verkäufer: “Haben Sie es schon mal mit Windows 10 versucht?”

Was soll ich sagen?

Auch für die Geschäfte in Kleve heißt es: Nicht stehen bleiben, sondern immer auf dem Laufenden bleiben, damit das Einkaufen in Kleve nicht auch so in Vergessenheit gerät wie so manche Fernsehserie, die heute auch keiner mehr kennt.

Wer erinnert sich denn schon an “Vater ist der Beste” oder mehr noch “Mutter ist die Allerbeste” oder vielleicht an “Mike Nelson – Abenteuer unter Wasser” oder dem deutschen Pendant dazu “Hans Hass”?

Selbst “Emma Peel” oder auch “Percy Stuart” haben schon Staub angesetzt, ganz zu schweigen von Straßenfegern wie “Das Halstuch”, “Ivanhoe”, “Bezaubernde Jeannie” oder auch “Sport, Spiel, Spannung” mit Sammy Drechsel.

Tja – so schnell vergeht die Zeit.

Wenn man sich die heutigen Fernsehserien, wie CSI, Breaking Bad, Bones oder so ansieht, dann kann einem schon mal leicht übel werden bei dem ganzen realistischen Anschauungsunterricht und den kaum wahrnehmbaren Tricks.

Früher gab es Stuntman für gefährliche Szenen. Gibt es diese harten Männer und Frauen heute überhaupt noch? Sind doch kaum mehr notwendig. Manchmal soll man meinen, selbst Schauspieler braucht man nicht mehr. Geht doch auch mit der Pixelmaschine. (hihi)

Aahh – an eine lustige Serie aus den Fünfzigern kann ich mich noch gut erinnern:

“Mr. Ed das sprechende Pferd”

Kennst Du die auch noch? War super lustig, weil der Gaul wirklich sprechen konnte wie ein Mensch. Ich weiß bis heute nicht, wie das möglich war. (ist ein Witz)

Der kam mal in eine Kneipe und bestellte sich ein Bier. Als er es ausgetrunken hatte, sagte der Barkeeper: “Vier Dollar”. Als Mr. Ed das Lokal verließ, rief ihm der Mann hinterher: “Es kommt nicht oft vor, dass ein Pferd bei uns Bier trink.” Darauf Mr. Ed: ” Ist ja auch kein Wunder – bei den Preisen!”

Letztens war ich mal mit einem meiner Kunden auf einem Gestüt in Schottheide.

Boah – ich hatte überhaupt nicht mehr in Erinnerung, wie groß diese Tiere sein können. War schon mächtig beeindruckend. Vor allem, wenn man sie dann füttert und spürt, welch sanftes Gemüt in so einem wuchtigen wundervollen Tier steckt.

Schade, dass man denen auf der Großen Straße in Kleve nicht mehr so oft begegnet. Fände ich ganz spannend. Idee für alle Geschäftsleute in Kleve:

Reitet mal wieder zur Arbeit!

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