{"id":17644,"date":"2016-01-10T07:20:49","date_gmt":"2016-01-10T05:20:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kle-blatt.de\/blog\/?p=17644"},"modified":"2015-11-27T15:07:41","modified_gmt":"2015-11-27T13:07:41","slug":"der-koehler-und-das-goldene-kalb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kle-blatt.de\/blog\/buecher-ueber-kleve\/clevia-akten-mystische-geschichten\/der-koehler-und-das-goldene-kalb.html","title":{"rendered":"Der K\u00f6hler und das Goldene Kalb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der K\u00f6hler und das Goldene Kalb<\/strong><\/p>\n<p>Dunkle Geschichten aus dem Reichswald.<\/p>\n<p>Kurzgeschichte von Jan de Schwoon<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kle-blatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/der-k\u00f6hler-und-das-goldene-kalb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-17645\" src=\"http:\/\/www.kle-blatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/der-k\u00f6hler-und-das-goldene-kalb.jpg\" alt=\"der k\u00f6hler und das goldene kalb\" width=\"650\" height=\"423\" srcset=\"https:\/\/www.kle-blatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/der-k\u00f6hler-und-das-goldene-kalb.jpg 650w, https:\/\/www.kle-blatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/der-k\u00f6hler-und-das-goldene-kalb-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der K\u00f6hler und das goldene Kalb<\/p>\n<p>&#8211; Dunkle Geschichten aus dem Reichswald &#8211;<\/p>\n<p>Es war Herbst geworden, die B\u00e4ume des Reichswaldes f\u00e4rben sich bereits und strahlen durch die tief stehende Sonne golden \u00fcber die Niederrheinlande, als Jan der Fischersohn aus N\u00fctterden eine Eingebung von dem alten, mystischen Meister Merlin erhielt.<\/p>\n<p>Wie auch um Jan dem Fischersohn aus N\u00fctterden, ranken sich viele Legenden um die Gestalt des Merlin. Ist er Druide, Zauberer, Weiser, Seher und Bewahrer eines K\u00f6nigreiches, das er in den Tiefen des Reichswaldes bei Grafwegen erschaffen hat? Seine ganze Existenz ist in ein Mysterium geh\u00fcllt, denn er stammt aus der Zeit der Kelten, vorchristlich und geheimnisvoll, sagenumwoben und nie ganz greifbar. Da Jan und Merlin \u00fcbersinnliche Kr\u00e4fte besitzen, k\u00f6nnen sie auch \u00fcber eine andere, mystische Ebene miteinander kommunizieren. Merlin bittet Jan in seiner gleichnamigen Behausung in Grafwegen zu kommen um mit ihm gemeinsam die gef\u00e4hrlichen D\u00e4monen zu bek\u00e4mpfen, die seit geraumer Zeit ihr Unwesen im Reichswald treiben.<\/p>\n<p>Mehr erfuhr Jan f\u00fcr den Moment nicht, als er sich Richtung Reichswald aufmachte um seinen Freund Merlin bei zu stehen. Am Waldrand bei Schottheide traf er Wemke den Besenbinder mit seiner Frau Dina betend in ihrer alten, armseligen Kate an. Da sie Kinderlos geblieben waren, hatten sie die beiden Kinder Finchen und J\u00fcppke von Fritz dem K\u00f6hler aufgenommen, nachdem die Frau des K\u00f6hlers unter mysteri\u00f6sen Umst\u00e4nden gestorben war.<\/p>\n<p>Auf Nachfrage von Jan berichteten sie ihm unter Tr\u00e4nen das die beiden Kinder trotz des Verbotes von Stiefmutter Dina alleine in den Wald gegangen waren, um wom\u00f6glich Waldbeeren zu pfl\u00fccken. Als sie vor dem Dunkelwerden noch nicht zur\u00fcck waren, machten sich Wemke und Dina gro\u00dfe Sorgen. In letzter Zeit trieben sich dunkle Gestalten und Wegelagerer im Wald herum, die nichts Gutes im Schilde f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Die Besenbinder haben ein hartes Leben, aber die Heidelandschaft und der nahe Wald hier in Schottheide lieferte ihnen Brennholz f\u00fcr die Hausfeuerung und Ginster- und Birkenreisig zum Besenbinden. Diese Besen verkaufte Fritz dann bis nach Cranenburg und Cleve. Um \u00fcberhaupt ihr karges Leben fristen zu k\u00f6nnen m\u00fcssen alle Familienmitglieder hart mitarbeiten, auch die Kinder.<\/p>\n<p>Jetzt ahnte Jan der Fischersohn mit seinen mystischen F\u00e4higkeiten warum der Magier Merlin ihn um Hilfe gebeten hatte. Was war mit Finchen und J\u00fcppke geschehen.<\/p>\n<p>Nachdem er etwas k\u00fchles Quellwasser getrunken hatte, versprach er den Eheleuten zu helfen und verlie\u00df die Beiden eilenden Schrittes. Jan lief unbehelligt immer tiefer in den Reichswald hinein. Kurz vor der vierst\u00e4mmigen Eiche Richtung Grafwegen bemerkte er schon den dichten Rauch des Meilers von Fritz dem K\u00f6hler. Dichte, schwarze Rauchschwaden waberten durch das dichte Ge\u00e4st des Waldes, wodurch eine gespenstische Szenerie entstand.<\/p>\n<p>Das K\u00f6hlerleben war zu allen Zeiten ein hartes und entbehrungsreiches Dasein. Tief in den W\u00e4ldern errichtete der K\u00f6hler seinen Meiler. Diese Kohlenmeiler fand man in gro\u00dfer Zahl im Reichswald, da Holzkohle fr\u00fcher dringend gebraucht wurde: f\u00fcr die Schmelz\u00f6fen des Erzes, die Schmiedewerkst\u00e4tten, zur F\u00e4rberei, in Chemie und Heilkunde und zur Herstellung von Schie\u00dfpulver, auch die Mutter von Jan heizte ihr B\u00fcgeleisen mit Holzkohle. Da solch ein Meiler je nach Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcnf bis acht Tage brannte, musste der K\u00f6hler die ganze Zeit \u00fcber dort am Meiler verbleiben. Eine einfache Laub- und Moosh\u00fctte war dann seine Behausung. Ihre weit ab geschiedenen Arbeitsst\u00e4tten machten sie zu scheuen und verschlossenen Menschen, die jedem misstrauten, nicht selten ledigen Standes blieben und immer darauf gefasst waren, sich gegen wilde Tiere und das umherstreunende Gesindel zu wehren, das aus ihren H\u00fctten stahl w\u00e4hrend sie Tag und Nacht bei ihren Meilern wachen mussten. Die fertige Holzkohle verwahrten sie in trockenen Erdgruben die mit d\u00fcrrem Reisig ausgelegt und mit Rinde abgedeckt waren. Das wenige, hart erarbeitete Geld, trugen sie bei sich oder vergruben es im Wald. Durch den jahrelangen Aufenthalt in den W\u00e4ldern verwilderten sie, lie\u00dfen Haar und Bart wachsen und wuschen nur selten den Ru\u00df von der Haut.<\/p>\n<p>So traf Jan nun auch auf den K\u00f6hler Fritz. Dieser war ganz verzweifelt und brach zusammen, als er von Jan vernahm was geschehen war. Er flehte Jan an ihm zu helfen seine Kinder wieder zu finden, wof\u00fcr sonst hatte er Jahre lang die schwere Arbeit als K\u00f6hler mit all den damit verbundenen Entbehrungen gemacht. Seine Kinder sollten es einmal besser haben als er und wom\u00f6glich mal eine Schule besuchen. Daf\u00fcr hatte er das sauer verdiente Geld gespart das er f\u00fcr den Verkauf der Holzkohle bekam.<\/p>\n<p>Jan wurde nun auch immer unruhiger und eilte direkt zu der nicht mehr weit entfernten, geheimnisvollen Behausung von Meister Merlin am Waldrand von Grafwegen. Dieser empfing den Fischersohn freundlich in seinem alten Gem\u00e4uer. Jan ahnte nun warum Merlin ihn um Hilfe gebeten hatte. Der Magier war \u00fcber die Jahrhunderte ein alter, k\u00f6rperlich gebrechlicher Mann geworden, dem es schwerer fiel in menschlicher Gestalt aufzutreten. Als mystischer Geist hatte er allerdings seine magischen F\u00e4higkeiten behalten. Der Meister berichtete Jan nun was sich seit l\u00e4ngerer Zeit hier im Reichswald f\u00fcr d\u00e4monisches Gesindel herumtrieb und riet Jan zur Eile, da die Kinder Finchen und J\u00fcppke ganz in der N\u00e4he w\u00e4hnte.<\/p>\n<p>An dem Hauptweg nach Grafwegen, der mitten durch den Reichswald f\u00fchrte, an einer kleinen Lichtung, befindet sich ein uralter Opferstein im Volksmund \u201eDas Goldene Kalb\u201c genannt. Hier tanzen die satanischen D\u00e4monen und opfern arme Seelen, die sie aus den D\u00f6rfern der Gegend rauben, um sie Satan zuzuf\u00fchren. So auch die beiden Kinder aus Schottheide.<\/p>\n<p>Sofort begannen Jan und Merlin ihre mystischen Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln, um mit magischen Formeln auf den Ort des Geschehens einzuwirken. Sie schafften es mit Ihrem positiven Gedankengut, das sich die D\u00e4monen mit kreischendem Get\u00f6se entfernten. Ein schwefelhaltiger Geruch machte sich im Reichswald breit.<\/p>\n<p>Die Kinder Finchen und J\u00fcppke waren in letzter Sekunde gerettet worden. Sie nahmen die ganze Geschichte nur als b\u00f6sen Traum war und konnten von Jan dem Fischersohn aus N\u00fctterden zu ihren Vater Fritz dem K\u00f6hler wohlbehalten zur\u00fcck gebracht werden.<\/p>\n<p>Der Geist des gro\u00dfen Magiers Merlin lebt immer wieder in der Region um Grafwegen auf und wacht dar\u00fcber das kein Unrecht geschieht. Wieder einmal hat sich bewahrheitet, das gemeinsam ausge\u00fcbte mystische Kr\u00e4fte positives bewirken k\u00f6nnen\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der K\u00f6hler und das Goldene Kalb Dunkle Geschichten aus dem Reichswald. 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