Kanntest Du noch die Passage im Burgtheater Kleve?

Kanntest Du noch die Passage im Burgtheater Kleve?

Rechts neben dem Treppenaufgang zum Haupteingang des Burgtheaters in Kleve befand sich eine interessante Passage, wo sich auch die Schaukästen mit den Aushangfotos oder „Lobbycards“ wie man heute sagt, befanden. Dort machte man sich schonmal kundig, was so als nächstes auf der Leinwand geboten oder gerade aktuell präsentiert wurde.
Aber neben diesen Kino-typischen Showkästen existierten auch einige Geschäfte und Firmen in dieser lokal berühmten Passage, wie eine urige Kneipe – die „Burg-Klause“ – wo auch Charly Brendgen noch den Zapfhahn im Anschlag hatte.
Dazu kam allerdings auch ein Möbelgeschäft mit sage und schreibe 1.200 qm Ausstellungsfläche von Th. in der Elst.

Wer hat das noch gewusst? 😉

Kanntest Du noch die Passage im Burgtheater Kleve?

Zigaretten, Cognac und die gute RAMA

Zigaretten, Cognac und die gute RAMA

Es gab tatsächlich Zeiten, als man Werbung für Margarine noch ergänzte mit Zigaretten, Cognac und Süßigkeiten.
Heute geht man mit diesen Dingen auch werbetechnisch wesentlich sensibler um, aber in den Fünfzigern und Sechzigern gehörte das zum guten Ton.

Wenn wir diese Dinge auch nicht mehr unbeschwert genießen können, so können wir dennoch zwischendurch die Erinnerung daran zurück holen. 😉

rama

Kennst Du Frau Heinr. Janzen Schuhe aus Kleve?

Kennst Du Frau Heinr. Janzen Schuhe aus Kleve?

Es gab um die vorletzte Jahrhundertwende zahlreiche Schuhfabriken in Kleve. Also nicht nur Hoffmann oder Pannier, wie man hier sehen kann. Früher war es üblich, dass eine Witwe den Vornamen des Mannes führte. Also hieß sie Heinrich.
Die Rechnung verweist unten auf die Zahlungsbedingungen, die man heutzutage gerne hätte. So gab es unglaubliche 4% Skonto innerhalb 5 Tagen etc.
Diese mechanische Schuhfabrik wurde 1881 gegründet. Wie lange sie Bestand hatte? Keine Ahnung.

Kennst Du Frau Heinr. Janzen Schuhe aus Kleve
(Bild gezeigt von Heinz Lankeit)

Jährlich Einhundert Millionen Zigaretten aus Kleve

Jährlich Einhundert Millionen Zigaretten aus Kleve

Nun – das gab es damals tatsächlich, wie man in dieser alten Werbung lesen kann.
Aus dieser Clever Cigaretten-Fabrik stammten so berühmte und klangvolle Zigarettenmarken wie:
Graf Waldeck, Helga, Feinsliebchen, Rigoletto oder Damaszener.

Hat nicht jemand zufällig noch eine Schachtel einer dieser wunderbaren Marken?

Wer unter den Rauchern würde nicht mal gerne eine „Feinsliebchen“ schmauchen?

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Galanterie bei „Ferdy an der Herzogbrücke“

Galanterie bei „Ferdy an der Herzogbrücke“

Dort wo sich zuletzt „Kleve Tourismus“ befand und heute ein Geschäft für Handyreparatur residiert, zog es Ferdy Jansen hin, der vom Hafen aus dorthin umsiedelte mit seinem Friseur-Geschäft. Wie man lesen kann, befand sich Kleve zu dieser Zeit noch nicht am Niederrhein, sondern im Rheinland.
Neben der Parfümerie gab es bei ihm auch Galanterie, was nichts anderes hieß, als dass er damals Modeschmuck, Accessoires oder kleine Parfümfläschchen mit anbot.

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Kanntest Du noch die legendäre RAMA-Post?

Kanntest Du noch die legendäre RAMA-Post?

Die Rama – Post (1925-1933) erschien vom 1.-3.Jahrgang im“ Fips“ -Verlag Goch/Rheinland, vom 3. bis 6. Jahrgang im Verlag “ Rama -Post “ Berlin und vom 6. – 9.Jahrgang im “ LINTAS – GMBH “ – Verlag Berlin.
Die Rama – Post vom lustigen Fips gab es unter diesem Namen ab 1926.
Vorher (seit 1925,1.Jahrgang) hieß die Zeitung “ Fips Lach-Zeitung für liebe kleine Kinder “ u. im 2. Jahrgang noch bis Heft 7 “ Fips- Die heitere Post vom kleinen Coco „.
Beim Einkauf von Margarine “ Rama im Blauband “ erhielt man kostenlos abwechselnd von Woche zu Woche die Kinderzeitung “ Die Rama-Post vom kleinen Coco “ oder “ Die Rama – Post vom lustigen Fips „.
Jede 2. Seite war farbig gedruckt.
Erscheinungsweise: aller 14 Tage, (26 Hefte im Jahr)
Umfang: 8 Seiten
Format : 24 x 32 cm
Hefte: etwa 208 Hefte gesamt
Jahrgänge: 1 – 8 (1925 bis 1933)
Titel: 1. Jahrgang, “ Fips -Lachzeitung für liebe kleine Kinder “
2. Jahrgang bis Heft 7, 3.Jahrgang), “ Fips die heitere Post vom kleinen Coco “
3. Jahrgang,Heft 8 bis 8.Jahrgang, “ Die Rama-Post vom lustigem Fips“
Preis: gab es kostenlos beim Kauf einer Packung Rama -Margarine
Genre: Werbekinderzeitung mit Comics

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Hotel Maywald Bad Cleve – ein Haus ersten Ranges

Hotel Maywald Bad Cleve – ein Haus ersten Ranges

So warb damals das berühmte Clever Hotel Maywald mit dem Fernsprecher Nummer 16. Auch auf die neue Direktion wurde hingewiesen, dass man über eine Autogarage verfügte und elektrisches Licht. Damals noch nicht selbstverständlich.
Das „Haus ersten Ranges“ befand sich selbstverständlich auch in bester und schönster Lage oberhalb des Kermisdahl mit prachtvollem Weitblick von der Terrasse aus.
Ein absolutes Pracht-Hotel, das heute alle Chancen auf fünf Sterne hätte. Schade, das es das nicht mehr gibt.

hotel maywald

Kanntest Du noch ie Burg-Betriebe im Burgtheater?

Kanntest Du noch ie Burg-Betriebe im Burgtheater?

Es gab ja nicht nur das Lichtspielhaus „Burgtheater“, sondern es gab auch die Burg-Betriebe in Kleve, wie man dieser alten Werbung entnehmen kann.
Da hatten wir als Erstes das „Burg-Restaurant“, sogar mit Likörstube. Interessant, dass ab 20.00 Uhr ein Akkordeon für Unterhaltung sorgte, ganz ohne Spieler.
Die „Burg-Klause“ kannte man bis zuletzt als die Kneipe, die man nach einem Kinobesuch immer noch aufsuchen konnte, um bei einem Bierchen über das gerade Erlebte zu diskutieren und zu lamentieren.
Im Burg-Cafe‘ für Familien konnte man lecker Eis und Kuchen essen.
Alles in Allem scheint die Werbung stimmig zu sein: Wer nicht in den Burg-Betrieben war, war nicht in Kleve.

Kanntest Du noch ie Burg-Betriebe im Burgtheater?

Kanntest Du das Fachgeschäft am Ehrenmal?

Kanntest Du das Fachgeschäft am Ehrenmal?

Viele Klever/innen wissen nicht einmal, wo sich das Ehrenmal befunden hat. Dort lag der Matare‘-Krieger, bevor man ihn vor die Stiftskirche legte. Das Ehrenmal war an der Römerstraße. Es stehen dort auf dem immer noch freien Grünstreifen alle vier Jahre die großen Wahlplakate.
Damals konnte man also in diesem Geschäft hier nach der Besichtigung der Gedenkanlage noch etwas zum Genießen kaufen. Nach Abbruch des Ehrenmals war dann auch die bevorzugte Location nicht mehr interessant. Das war geschäftsschädigend.

Kanntest Du das Fachgeschäft am Ehrenmal?

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