Na sowas! Grosse humoristische Aufführung in Kleve

Na sowas! Grosse humoristische Aufführung in Kleve

So nannte man vor mehr als 100 Jahren – in diesem Fall war es 1906 – die Karnevals-Sitzungen in der Stadt. Hier war der Veranstalter der Katholische Gesellenverein Cleve, also die Kolpingfamilie. Das Vereinshaus befand sich damals auf der Stechbahn.
Während eines solchen Abends kamen Dinge zutage, die man vermutlich noch nie gehört hat. Oder wer könnte heute zweifelsfrei erklären, was ein Original-Kouplet oder ein Quodlibet ist? Da wäre googlen angesagt.
Und was waren das für Traum-Eintrittspreise. Der Sitzplatz kostete 50 Pfennige, die teuersten Plätze gerade mal eine Mark fuffzig. Wer an der Abendkasse noch ein Ticket erwerben wollte, musste mit dem Wahnsinns-Aufschlag von 10 Pfennigen rechnen. 🙂
Helau!

Na sowas! Grosse humoristische Aufführung in Kleve
(Foto: “Kolping – Jubiläumsschrift zur 125-Jahr-Feier” – Kolpingfamilie Kleve)

Hast Du dort schon Eis gegessen als Piva noch Panciera war?

Hast Du dort schon Eis gegessen als Piva noch Panciera war?

Anfang der Fünfziger Jahre, als Deutschland dringend Gastarbeiter benötigte, entstand auch der erste Eis-Salon in Kleve, den Attilio Panciera eröffnete. Später etablierte sich das Haus und nannte sich aufgrund familiärer Verknüpfungen Piva-Panciera.
Das Speiseeis der italienischen Familien war beliebt und man sieht förmlich heute noch den Meister mit einem riesigen Holzlöffel, ähnlich dem den Mutter für die Kochwäsche damals benutzte, in seinem großen Eismixer rühren. Das Eis wurde noch “handwerklich” in die Metallbecher drapiert, denn es gab noch keinen Prortionierer für Kugeln. Es schmeckte einfach himmlisch und die Sahne war der Knaller. 🙂 Kannst Du Dich auch noch daran erinnern?
Die Eisdiele läuft immer noch am gleichen Platz “An der Münze”.

Hast Du dort schon Eis gegessen als Piva noch Panciera war?

Wer kannte denn den Tanztee auf der Burgterrasse?

Wer kannte denn den Tanztee auf der Burgterrasse?

Und wer weiß noch, wo das war? Es handelte sich doch nicht um die Terrasse unterhalb von Hotel Maywald am Kermisdahlufer?
Auf alle Fälle war da sonntags groß was angesagt.
Immerhin spielten die weltbekannten Kapellen The Robins und extra aus Hamburg Richard Kimstaedt an der Hammond-Orgel. Da wurde weder Geld noch Mühe gescheut.
Wo gibt es denn heute noch Tanztee mit Live-Musik in Kleve?

Wer kannte denn den Tanztee auf der Burgterrasse?
(Foto gezeigt von Wolfgang Conrad)

Zeitvertreib für Klever Mädchen?

Zeitvertreib für Klever Mädchen?

Es mutet an wie eine Werbe-Aufforderung von vor hundert Jahren. Aber sooo lange ist das auch noch nicht her. Zumindest war es zu Zeiten, wo es noch keine Smartphones, Handys,  Tablets oder Phablets gab.
Außerdem sind auch die “Unkosten” ein Relikt vergangener Zeiten. Im heutigen Sprachgebrauch redet man ausnahmslos von “Kosten”.
Nun – die heutige Mode würde vermutlich nur noch am Karneval mit Bordüren-Rock, Bauernbluse oder Stufenrock aufwarten, doch damals muss es ein Renner gewesen sein.
Heutige Mädels und Nähkurs? Wieso das denn? Gibt doch Zalando und Amazon! 😉

Zeitvertreib für Klever Mädchen?

Die Obst- und Gemüsehandlung auf der Gruftstraße in Kleve

Die Obst- und Gemüsehandlung auf der Gruftstraße in Kleve

Wer hätte das noch gewusst, das es auf der “Gruft” in Kleve einmal eine Wild-, Geflügel-, Delikatessen-, Gemüse- und Obsthandlung gab?
Nun – Neben eigener Geflügelmästerei und Gärtnerei führte die Firma Scholz & Haan auch noch Geschäfte in der Großen Straße und in der Hagschen Straße.

Die Obst- und Gemüsehandlung auf der Gruftstraße in Kleve

Sügena – Süßwaren aus Kleve

Sügena – Süßwaren aus Kleve

Wie man dieser Werbe-Anzeige aus den Sechzigern entnehmen kann, gab es eine Süßwaren-Großhandlung in Kleve von Sügena.
Von dieser Firma gibt es heute lediglich noch einige Verpackungsumschläge von Schokoladentafeln, die nur noch Sammler interessieren. Die für damals typische Werbebotschaft in Gedichtform muss nicht Schuld an diesem Umstand gewesen sein. Sie ist doch recht lustig. Vor allem die letzte Zeile: “Dazu der Weisheit letzter Schluß. Sügena ist ein Hochgenuss.” 🙂

Sügena - Süßwaren aus Kleve

Möglicherweise war es tatsächlich ein Hochgenuss, denn wie man sehen kann, vertrieb das Unternehmen auch Schokolade, die gefüllt war mit einem der teuersten Cognacs, dem Napoleon V.S.O.P.
Leider ist der Preis einer solchen Tafel Schokolade nicht mehr bekannt, aber billig war die sicher nicht.

Sügena - Süßwaren aus Kleve

1 2 3 27