Kennst Du das? Mockturtle im Cafe’ Heselmann in Kleve

Kennst Du das? Mockturtle im Cafe’ Heselmann in Kleve

Eine berühmte Delikatesse aus der klassischen Küche war in früheren Zeiten (in China wohl noch heute) die Schildkrötensuppe. Sie bestand aus einer klaren Brühe vom Fleisch der Suppenschildkröte sowie Rind und Kalbsfuß, die mit einer speziellen Kräutermischung – Schildkrötenkräuter genannt – gewürzt und meist mit Sherry oder Madeira verfeinert wurde. Das Schildkrötenfleisch wurde dann vor dem Servieren fein gewürfelt hinzugegeben.
Um einen preiswerten Ersatz für die Schildkrötensuppe anzubieten, gab es bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts die Mockturtlesuppe (englisch mock turtle soup, „unechte Schildkrötensuppe“). Für diesen “Ersatz” wurde annähernd die gleiche Zubereitungsart gewählt, aber anstatt Schildkrötenfleisch Kalbfleisch vom Kopf, teilweise auch Rindfleisch verwandt.

Als es in Kleve auf der damaligen Gustav-Hoffmann-Allee noch das Cafe’ Heselmann gab, ein Treffpunkt für jung und alt, bot man dort als Spezialität des Hauses eben diese “Mocturtle” an.
Heute auch noch lecker?
Kennst Du das Mockturtle im Cafe' Heselmann in Kleve

Bonjour La Baguette! Französischer Einfluss in Kleve

Bonjour La Baguette! Französischer Einfluss in Kleve

Als im Jahre 1794 die französischen Revolutionstruppen die Stadt Cleve eroberten, wurde sie Sitz einer so genannten Arrondissementverwaltung und gehörte bis zum Jahre 1815 zum Französischen Kaiserreich bzw. zur Französischen Republik.
Durch einen Beschluss des Wiener Kongresses fiel Cleve dann wieder an Preußen und wurde Regierungsbezirk.

Der französische Einfluss nahm in den Achtzigern erneut Gestalt an in Kleve, als das Spezialitäten-Lokal “La Baguette” direkt neben dem “Whisky-Saloon” seine Tore öffnete und wieder ein Hauch von frisch gebackenem Brot, geschmolzenem Camembert und Knoblauch über die Stadthalle schwebte. Wer erinnert sich nicht gerne daran?

la baguette
(Bild: eingesandt von Berry65)

Manny Rohde und die Burgklause

Manny Rohde und die Burgklause

Er gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Klever Gastronomie-Szene und ist noch zahlreichen Kleverinnen und Klevern in Erinnerung. Hier sehen wir eine alte Werbung von ihm für die Burgklause, die sich in der Burgpassage des Burgtheaters befand. Klein, dunkel, aber gemütlich.
Den meisten feierwütigen Klevern ist er aber eher als Betreiber der Diskothek “Old Grany’s Saloon” am Kleinen Markt oder der Kneipe “Zum Bären” auf der Kavarinerstraße noch im Gedächtnis haften geblieben. Zuletzt betrieb er das Restaurant “La Bergerie” in Bedburg-Hau.

Manny Rohde und die Burgklause

“De Alde Möle” – Die Teurlingsche Mühle von Kleve

“De Alde Möle” – Die Teurlingsche Mühle von Kleve

So präsentierte sich die “Alte Mühle”, “Große Mühle” oder auch “Teurlingsche Mühle” dem Betrachter auf dieser Ansicht wuchtig und mächtig zwischen Schwanenburg und Stiftskirche. Neben dieser Walzenmühle betrieb Heinrich Teurlings – wie man lesen kann – auch noch eine Spedition.

mühle
teurlings

Warst Du auch im Textilkaufhaus Doherr in Kleve?

Warst Du auch im Textilkaufhaus Doherr in Kleve?

Es war zu Zeiten, als man noch bequem die Große Straße in Kleve herauf und herunter fahren konnte. Das Textilkaufhaus Doherr war der erste Blickfang der Innenstadt und der Eingang zur Kavariner Straße. Neben Damen- Herren- und Kinderbekleidung bot man auch Gardinen, Teppiche und Betten an, was beim Nachfolger Mensing heute nicht mehr der Fall ist.
doherr

Der Held aus Kleve

Der Held aus Kleve

Vermutlich wurde der Margarine-Würfel sogar in Kleve erfunden, denn anfänglich verpackten sämtliche Klever Margarinefabriken den Brotaufstrich in diese Form. War ja auch wundervoll stapelbar.

Hier haben wir jetzt eine nicht mehr so ganz bekannte Marke aus Kleve, die möglicherweise auch für den Export gedacht war. Es handelte sich um die Margarine mit dem markanten Namen “HERO”, was ja soviel wie “Held” heißt. Den Helden sehen wir ja auch mit dem für Kleve typischen Seppelhut auf einem Bernhardiner reiten, der als Verpflegung eben diese für Tafel und Küche feinste Margarine mit sich führte. Eine erstaunliche Innovation von der ebenfalls in Vergessenheit geratenen Margarinefabrik Muller. Die fehlenden Ü-Punkte und das “LTD.” deuten neben der kompletten Kiste auf den Export hin. Damals lag Kleve auch noch im Rheinland, weil die Amerikaner oder Engländer etc. mit dem Niederrhein wohl nichts anzufangen wussten.

Der Held aus Kleve
(Foto: eingereicht von Heinz Lankeit)

Interessante Auto-Reparaturwerkstatt in Kleve

Interessante Auto-Reparaturwerkstatt in Kleve

Das war zu Zeiten, als Auto noch Automobil genannt wurde, es in Cleve gerade mal ein paar Hundert Telefonanschlüsse gab und die Fahrzeuge noch die Straßen fast für sich hatten, falls diese schon befestigt waren.
Daher gab es zunächst nur “weitgehendste Garantie”, aber schon “reelle Bedienung”.
Man sollte meinen, paradiesische Zustände, aber es gab wenig Sicherheitsbedenken und über Umweltverschmutzung dachte man überhaupt noch nicht nach.

Interessante Auto-Reparaturwerkstatt in Kleve

Ein heutiges Autohaus mit Reperaturwerkstatt unterliegt da ganz anderen Gesetzen und Sicherheiten.
Eines der zuverlässigsten Häuser in dieser Hinsicht gibt es in Kleve hier:

KLICK MICH!

Warst Du auch Fan der Royal-West-Band?

Warst Du auch Fan der Royal-West-Band?

Überaus beliebt war diese Tanz- und Unterhaltungskapelle in der ganzen Region vor bereits mehr als 40 Jahren. Zu Zeiten, als es kaum Diskotheken gab, konnte man einen zünftigen Samstagabend nur mit Live-Musik erleben. Dazu gehörte die passende Musik und natürlich qualifizierte Bands. Die Royal-West-Band war eine von den ganz heiß begehrten.


(Bild gezeigt von Michael Dickhoff)

Kanntest Du noch den Gasthof “Germania” von Tenhaaf in Kellen?

Kanntest Du noch den Gasthof “Germania” von Tenhaaf in Kellen?

Wenn man sich diese alte Werbung aus den Zwanziger Jahren einmal genauer anschaut, dann kommt man mächtig ins Grübeln.
Zunächst die Aussage: “8 Minuten von der Bahn” – eine mehr als vage Auskunft. Autos gab es noch nicht soviel, also mit der Kutsche oder dem Fahrrad oder gar zu Fuß, wobei man da schon ein guter Marathonläufer sein musste.
“Schöne luftige Zimmer” deutet auf zugige Fenster und winddurchlässige Mauern hin.
“Mäßige Preise” können alles bedeuten…oder nichts.
“Gartenanlage mit Scheibenstand” heißt: Vorsicht beim Spaziergang durch den Garten. Es könnte der letzte gewesen sein.
“Großer heller Saal” – hoffentlich hat er ein Dach.
Zu guter Letzt noch “Erstklassige Biere und Kohlenhandlung”. Hallo? Passt doch. 🙂
Kanntest Du noch den Gasthof Germania von Tenhaaf in Kellen?

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