Kennst Du das auch?

Endlich Sonne, endlich Gartenmöbel raus, endlich wieder Summen und Brummen um einen herum, endlich wieder saftig grüne Blätter an den Bäumen und Sträuchern, endlich wieder Blütenmeere und Duft nach Sommer.
Alles atmet auf nach diesem nicht enden wollenden Winter und bekommt automatisch bessere Laune angesichts steigender Temperaturen und strahlend blauem Himmel.

Et ess onne Titt wärr in denn Hoff te goon än es wärr te schuffele, et Gras te määje än en poar neije Plante än Blumme te potte.
Übersetzung: (Es ist an die Zeit, wieder in der Garten zu gehen und mal wieder zu schaufelen, das Gras zu schneiden und ein paar von die neuen Gewächse und Blumen zu flanzen)

Meine Frau sehe ich momentan nur noch mutterbodenbeschmiert mit Hacke, Schüppchen, Gartenschere und anderen Utensilien vorn übergebeugt irgendwo im Garten werken.
Mir bleibt dann nichts anderes übrig, als ihr immer wieder Beifall zu klatschen, da sie diejenige mit dem grünen Daumen ist und ich derjenige mit den grauen Haaren. Hihi
Mit wahrer Inbrunst fegt sie mit dem Rasenmäher über das Grün und rundet das Kunstwerk anschließend mit dem Kantenschneider ab.
Mir fällt dazu nur ein, das ja Gartenzwerge deshalb rote Mützen tragen, damit sie beim Rasenmähen nicht überfahren werden.
Um jetzt aber nicht ganz tatenlos immer nur zuzusehen, wie meine Liebste die ganze Arbeit verrichtet, habe ich überlegt, welchen Anteil ich zum Gartenleben und unserem damit verbundenen Wohlergehen beisteuern könnte.
Als erstes kam mir die Idee, einen Teich anzulegen. Da ich aber dann dazu neigen würde, den sofort mit hunderten von Fischen zu füllen, wobei Kois auch noch ziemlich teuer sein sollen und ich dann voraussichtlich nur einige Fischreiher damit ernähren würde, legte ich diesen Gedanken schnell ad acta.
Der nächste Gedanke war, Papayas, Mangos und Bananen zu pflanzen. Doch da winkte Frauchen energisch ab. Auch zu Litschis und Ananas oder Kakao konnte ich sie nicht überreden. Kokospalmen erwähnte ich erst gar nicht. Die sind eh zu hoch und viel zu gefährlich. Eine Kokosnuss auf den Kopf und man wacht eventuell mit Drähten und Schnüren im Körper auf. Nee – lass man stecken.
Doch plötzlich kam die rettende Idee:
Ich werde Haus- und Hofgrillmeister und besorge die notwendigen Gerätschaften und Utensilien. Jawoll.

Es ist angegrillt!

Ein Holzkohlegrill kam von vorneherein nicht in Frage, das ich die Dinger selten vernünftig befeuern kann und wenn, dann entwickeln sie einen Gestank, den man sich nicht wirklich wünscht, um darauf dann mal ein Filetsteak seiner Bestimmung zuzuführen.
Lange brauchte ich nicht, um mir darüber im Klaren zu sein, dass nur das Beste für uns in Frage kommen kann und wurde ob dieser Tatsache sehr schnell fündig.
Wenn man sich einmal zu solch einem Gerät entschlossen hat, dann kommt man schnell zu den Gasgrills von Weber oder Outdoor Chef, die man auch zum Beispiel bei der Kocharena im TV im Einsatz sehen kann.
Dazu habe ich mich dann eingehend und absolut kompetent in Kleve beraten lassen.
Gestern haben wir, wie man so schön sagt, angegrillt. Neben Würstchen und Speckläppchen haben wir auch mal einen Flammkuchen ausprobiert.
Jaaa – neben den herkömmlichen Dingen, die Du bisher so auf Deinem Kohlerost verbruzzelt hast, kann ich mit meiner neuen Errungenschaft auch Pizza, Kuchen, Brötchen und Desserts backen, ganze Mahlzeiten mit Gemüse und Beilagen zubereiten oder auch mal Risotto und andere Finessen kochen.
Hätteste jetzt nicht gedacht oder?
Du weißt ja:
Hab‘ Sonne im Herzen und Pizza im Bauch,
denn dann bist du glücklich, und satt bist du auch!