Die Katastrophe der “Tina Scarlett”

Die Katastrophe der “Tina Scarlett”

Es war der 07. Oktober 1960, als es auf dem Rhein bei Emmerich zu einer Kollision zweier Schiffe kam. Dabei handelte es sich zum einen um das mit 1.100 Kubikmeter Benzin beladene Tankschiff “Diamant” und zum andern um die dänische Fähre “Tina Scarlett”, deren Ruderversagen zur Katastrophe führte.
Durch das schnell herauslaufende Benzin des havarierten Tankers, welches sich entzündete, fingen weitere acht Schiffe Feuer, so das der Rhein auf einer Breite von über 300 Metern in Flammen stand. Das Tankschiff sank sehr schnell. Die “Tina Scarlett” lief zunächst auf Grund und sank später.
Bei diesem Schiffsunglück kamen zwei Menschen ums Leben und 22 wurden zum Teil schwer verletzt.
Hier sehen wir die geborgenen Reste der “Tina Scarlett”.

Die Katastrophe der Tina Scarlett
(Foto: KLE-Blatt)

Ein seltener Anblick auf Cleve um die Jahrhundertwende

Ein seltener Anblick auf Cleve um die Jahrhundertwende

Die Häuser und Gärten reichten noch bis ans Ufer, welches nicht befestigt war. Rechts im Hintergrund sehen wir das St.Antonius-Hospital, das später zum Rathaus wurde. Der Garten des Krankenhauses reichte ebenfalls noch bis zum Wasser und war beidseitig ummauert. Etwa mittig unter der Schwanenburg erblickt man ein großes Gebäude mit Treppengiebeln. Das war das damals sehr bekannte Hotel “Goldener Adler”.
Einige Jahre später fiel dieses am Spoykanal gelegene Klever Kleinod der Natur am Stadtrand dem Straßenverkehr zum Opfer, als die “Neue Brücke” (die heutige Herzogbrücke) gebaut wurde. Diejenigen Anwohner, die nicht mit dem Bau der neuen Werftstraße durch ihre Gärten einverstanden waren, wurden kurzerhand enteignet.

Interessant ist die Feststellung, das der Fotograf schon damals ein Fan des FC Bayer München gewesen sein muss, wie man an den Kürzeln “F.C.B.” unten Mitte sehr gut erkennen kann. 🙂
Ein seltener Anblick auf Cleve um die Jahrhundertwende

Dressurreiten im Kleverland

Dressurreiten im Kleverland

Die Reiterhochburgen Ascot oder Aachen nach Kleve zu holen, war nie das Bestreben der Reitervereinigungen im Kleverland. Aber man bestritt auch in der Vergangenheit etliche Turniere, Treibjagden, Galopp- oder Trabrennen etc.
Hier sehen wir jetzt eine elegante Dressurreiterin bei Ihrer Vorführung vor der fachkundigen Jury. Die Zuschauerzahlen hätten ob der sportlichen Leistungen sicher etwas höher sein können.

Dressurreiten im Kleverland
(Foto: Fritz Getlinger – mit freundlicher Genehmigung von Frau Katrin Getlinger-Wessing)

Dressurreiten im Kleverland

Die Schwanenburg auf prämiierter Ansichtskarte

Die Schwanenburg auf prämiierter Ansichtskarte

Dieses Motiv vom Kunstverlag Jos. Labs jr., Cleve, Ansichtskartenhaus aus dem Jahre 1914 zeigt die Schwanenburg stolz thronend über den Kermisdahl.
Das Ansichtskartenhaus aus Cleve wurde mit der goldenen Medaille  in Nürnberg in den Jahren 1907 und 1909 pämiiert. Im Jahre 1912 erhielt man sogar die Grosse Goldene Medaille. Wer wusste das wohl noch?

Die Schwanenburg auf prämiierter Ansichtskarte

CLEVER KOCHREZEPTE – Kernemelkse Papp (Buttermilchsuppe)

CLEVER KOCHREZEPTE – Kernemelkse Papp (Buttermilchsuppe)

Ein beliebtes Klever Gericht in den Fünfzigern, was auch heute noch lohnenswert ist, zu kochen. In der Regel gab es um diese Zeit ein absolut deftiges Abendessen, das meistens aus Bratkartoffeln, Salat, Spiegelei oder Pfannkuchen, Reibekuchen, Hefepüfferkes usw. bestand. Die Buttermilchsuppe wurde teilweise auch dazu gereicht.

Hier nun für alle “Nachkocher” ein spezielles Kochrezept für die

Kernemelksepapp

Kochrezept von Marga van Meegen-Feldewert

CLEVER KOCHREZEPTE – Kernemelkse Papp Buttermilchsuppe

Zutaten für so um die 4 Personen:

1 l Buttermilch
1 P. Vanillepudding zum Kochen
100 g Zucker (ungefähr)
Rosinen nach Geschmack

Zubereitung:

Dat iss eigentlich ganz leicht. Du gehs einfach hin unn klopps die Buttermilch, dat Puddingpulver, der Zucker unn die Krenten (Rosinen) zusammen. Dann bringste dat Ganze zum Kochen. Ungefähr noch ne knappe Minute bei ständiges Rühren köcheln lassen unn schon iss der Papp fertich. Lass dat dann ma en bisken abkühlen um et warm zu servieren. Siehste: Ganz leicht! Der Papp wird Pap schmecken. 🙂

Eine Droschke auf der Tiergartenstraße

Eine Droschke auf der Tiergartenstraße

Ein wunderbares Pferdegespann, das hier zu sehen ist. Jetzt erschließt sich auch die Bezeichnung “Droschke” für die heutigen Taxis. Damals beförderte man die Menschen in Ermangelung von Kraftstoff betriebenen Fahrzeugen mit diesen Kutschen.
Man steht vor dem Haus von Familie Hintzen, das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, aber beim Luftangriff 1944 auf Kleve total zerstört wurde. Das Gebäude links (Hausnummer 20) existiert noch.

Eine Droschke auf der Tiergartenstraße
(Foto: “Erinnerung an Bad Cleve”)

Die Herzogstraße der Fünfziger

Die Herzogstraße der Fünfziger

Der Autoverkehr auf der Klever Herzogstraße im Jahre 1956 scheint extrem zugenommen zu haben, obwohl damals noch nicht allzu viele Fahrzeuge unterwegs waren. Hier lag es allerdings an dem Umstand, das sich permanent ein Rückstau bildete, den die Linksabbieger zur damaligen Emmericher Straße verursachten, da sie vor der “Glück-auf-Schranke” mal wieder warten mussten. Links hinter den Mülleimern sehen wir noch das Spielwarengeschäft Kreikamp. Und wer genau hinschaut, sieht noch ein altes Einbahnstraßen-Schild, so wie sie früher üblich waren.

Die Herzogstraße der Fünfziger
(Foto eingereicht von Peter Nengel)

Klever Schuhgeschichte: Pannier & Hoffmann

Klever Schuhgeschichte: Pannier & Hoffmann

Es ist tatsächlich der Beginn der großen Klever Schuhgeschichte: Pannier & Hoffmann, die Firma, mit der der Aufstieg begann.
Wir schreiben das Jahr 1896, als der Klever Schuhfabrikant Fritz Pannier seinen fünf Jahre jüngeren Schwager Gustav Hoffmann als Kompagnon aufnahm. Somit entstand die Kinderschuhfabrik Pannier & Hoffmann, die als Wiege der Kinderschuhproduktion in Kleve angesehen werden kann.
Nach zwölf Jahren trennte man sich, um eigene Unternehmen fortzuführen. Der Rest ist Stadt- und Schuhgeschichte.

Klever Schuhgeschichte: Pannier & Hoffmann
(Foto: “50 jahre im dienste junger füße” Fritz Pannier)

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