Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella

Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella

In den 70er und 80er Jahren gab es eine Zeit in Kleve, wo sich an bestimmten Tagen im Sommer die Menschen durch die Stadt bewegten wie die Blattschneide-Ameisen, um ihre Beute in Sicherheit zu bringen. Überall sah man mit Pflanzen in Blumentöpfen bepackte Männer und Frauen, die ihre Gummibäume, Tujas, Azaleen und andere Blumen zum Auto oder direkt nach Hause transportierten.
Da wusste man: Es ist wieder Klever Kirmes!
Denn die Hauptattraktion damals war ein kleiner Italiener, der die Leute nicht nur mit markigen Sprüchen und einer unglaublich coolen Art begeistern konnte, sondern er war wohl der Größte in Sachen Blumenverkauf. Sein Name:

Vittorio Mammarella
Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella

In der Regel nahm er einen in Seidenpapier gewickelten Blumentopf mit einer von vielen Sorten der angesagten Topfpflanzen, zeigte den interessierten Menschen die beeindruckende Qualität dieser Ware und rief dann seinen Preis aus.
Meistens ging es dabei um zehn Mark. Natürlich wusste jeder, der ihn kannte, dass immer noch etwas für den Zehner dazu gepackt wurde. Also griff er in sein anfangs rappelvolles Regal, zog den nächsten Topf heraus – alles für zehn Mark. Und natürlich meistens auch noch einen dritten – alles für zehn Mark.
Die Pflanzen wechselten im Tausch gegen Zehner so schnell den Besitzer, dass man nur noch staunen konnte.
Wenn ihm einer krumm kam und ihm vorwarf, dass die zehn Mark noch zu viel waren, dann blaffte er ihn meistens an mit: „Dann kauf Dir doch Juckpulver!“
Was ist aus Vittorio Mammarella geworden? Was macht er heute und wie kam er eigentlich auf diese Idee, auf der Kirmes eine solche Verkaufsidee in die Tat umzusetzen?

KLE-Blatt hat ihn zu Hause besucht und interviewt.

Hier kann man Weiteres nachlesen: KLICK MICH!

Fotografieren lassen wollte er sich unbedingt in seinem limitierten Dreirad-Gefährt, mit dem er bei schönem Wetter seine Enkel spazieren fährt. Das ist jetzt sein größtes Hobby und das bereitet ihm besondere Freude.

Legende der Klever Kirmes: Vittorio Mammarella
(Foto: KLE-Blatt)

Lecker Reibekuchen auf der Klever Kirmes

Lecker Reibekuchen auf der Klever Kirmes

„Rebbes“, wie er auch in Kleve genannt wird, gehört seit jeher zu den Klassikern der schnellen Küche auf der Klever Kirmes. Der herzhaft gebackene Kartoffelpuffer erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem wenn man Alkohol zu sich nehmen möchte. Der Volksmund meint, dass das in den Kuchen enthaltene Öl bzw. Fett sich an den Magenwänden absetzt und so das Einziehen des Alkohols in die Blutbahn verhindert oder zumindest verlangsamt. Nun denn. Glaube versetzt bekanntlich nicht nur Berge.

Lecker Reibekuchen auf der Klever Kirmes
(Foto: Daniel)

Kennst Du noch Elpee Records aus Kleve?

Kennst Du noch Elpee Records aus Kleve?

Eigentlich sehen wir hier in der Hauptsache die Arbeiten am Bau der Fußgängerzone. Aber im Hintergrund erscheint nochmal der markante gelbe Schriftzug des legendären Schallplattenladens Elpee.
Jeder Plattensammler aus Kleve wurde hier stets fündig, wenn er die neusten Scheiben in den Achtzigern suchte. Es war auch nicht verwunderlich, daß ein Holländer den Laden führte, da von dort die aktuellen Platten schneller zur Verfügung standen, als z.B. bei Dommers oder im Kaufhof. Eine Single-Platte kostete schon damals stolze 5 Mark. Wenn man den Laden betrat, faszinierte einen die tolle Auswahl und man konnte sich an drei oder vier Kopfhörer-Stationen die Musik anhören.
Ein wenig störend war eigentlich nur der Inhaber, der neu eintretende potenzielle Kunden schon mal mit Nichtachtung strafte. Auch auf Nachfragen war er nur schwer zu einem Kommentar zu bewegen und er wirkte stets übermüdet, ärgerlich, muffelig und unfreundlich. Anders war das bei Stammkunden. Da lockerte er auf und stellte sofort einen Stapel Neuerscheinungen auf die Theke, die man dann durchhören konnte. Ich weiß, wovon ich spreche, dann ich habe bei ihm fast wöchentlich 5-10 Singles erstanden.


(Foto: Bernhard Siebers)

Erinnerst Du Dich an diese Rutsche?

Erinnerst Du Dich an diese Rutsche?

Wenn ja, dann weißt Du, dass sie im Klever Forstgarten stand neben einigen anderen Spielgeräten, die den Kindern Spaß machten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch aktuell freuen sich die kleinen Racker, wenn Mutti oder Papa mit ihnen auf den bekannten Spielplatz gehen. Die Geräte sind mittlerweile sicherer, bunter und anders geworden, doch erfreuliche Tatsache bleibt, dass hier noch nichts ersatzlos verschwunden ist.

Erinnerst Du Dich an diese Rutsche?
(Foto: Peter Nengel)

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