Der erste “wirkliche” Klever Weihnachtsmarkt

Der erste “wirkliche” Klever Weihnachtsmarkt

Es gab damals noch – wie man hier sehen kann – gebrauchte Spielsachen und Kinderbekleidung zu kaufen. Es war im Dezember 1977, als der erste richtige Weihnachtsmarkt in Kleve rund um das Denkmal des Großen Kurfürsten am Marstall eröffnet wurde. In den Jahren 1975 und 1976 hatte man einige Buden auf dem Fischmarkt verteilt, was man nicht wirklich als Weihnachtsmarkt ansehen konnte. Nachdem immer mehr Klagen darüber kamen, das vor allem ältere Menschen im künstlichen romantischen Licht des Abends die vielen Stufen übersahen und es zu kleineren Unfällen kam, musste man irgendwann einen neuen Standort finden. Als es Anfang der Neunziger auf der Goldstraße zu größeren Bauarbeiten kam, zog man also um auf den Kleinen Markt an der Stiftskirche. Das wiederum war den Besuchern auf Dauer viel zu windig, besonders angesichts der zahlreichen Kerzen, die ja eigentlich zu so einem Ereignis dazu gehören. Also kam man auf die Idee, im Angesicht der abends beleuchteten Schwanenburg den Markt auf den Stadthallen-Parkplatz zu errichten. Allerdings erwies sich diese Idee als nicht besonders interessant und so entschied man sich dazu, in den Forstgarten zu ziehen, so wie es heute noch ist.

Der erste
(Foto: „1977 im Kleverland“ – Gottfried Evers / Peter Janssen)

Feiertag auf dem Kleinen Markt

Feiertag auf dem Kleinen Markt

Auf diesem großartigen alten kolorierten Bild sehen wir das bunte Markt-Geschehen am Denkmal des Großen Kurfürsten. Es scheint ein besonderer Tag zu sein, denn Cleve hat geflaggt. Links – vom Efeu bewachsen – sehen wir das legendäre Hotel “Zum Großen Kurfürsten”. Im Vordergrund hat sich ein Klever Bürger im Gehrock mit Stock und Kreissäge (dem damals beliebten Strohhut) dem Fotografen in Pose gestellt. Durch die Kolorierung gewinnt man den Eindruck, das die Marktfrauen alle das gleiche grüne Gemüse verkaufen. Möglicherweise sind in einem Korb sogar die Kartoffeln grün. 🙂

Feiertag auf dem Kleinen Markt
(Foto eingereicht von Bernd Versteegen)

Markttreiben beim Großen Kurfürsten in Kleve

Markttreiben beim Großen Kurfürsten in Kleve

Damals ging es noch zur Sache auf dem “Kleinen Markt” an der Stiftskirche, als hier im Schatten der Stiftskirche rund um das Reiterstandbild des großen Kurfürsten regelmäßig der Markt stattfand. Wir schreiben das Jahr 1920 und standesgemäß sehen wir auch rechts das Restaurant “Zum großen Kurfürsten”, das damals an solchen Tagen regen Besuch verzeichnet haben muss.

Markttreiben beim Großen Kurfürsten in Kleve

Menschenauflauf auf dem Kleinen Markt

Menschenauflauf auf dem Kleinen Markt

Der Kleine Markt in Kleve ist flächenmäßig ja tatsächlich sehr klein. Vor allem, wenn hier einige Marktstände aufgebaut werden müssten. Zu Zeiten, als dieses Bild entstand, wurde noch aus der Schubkarre oder geflechteten Körben direkt verkauft. Die Ansicht ist großartig und zeigt einmal mehr, wie schön Bad Cleve einst war.

Menschenauflauf auf dem Kleinen Markt
(Foto gezeigt von Reiner Grun)

Foto-Shooting auf dem Kleinen Markt

Foto-Shooting auf dem Kleinen Markt

Zumindest gewinnt man diesen Eindruck beim Betrachten dieses Bildes. Allerdings war es damals so, das ein Fotograf immer größte Aufmerksamkeit genoss, denn er benötigte eine gewisse Zeit, bis er das schwere Stativ aufgestellt und die große Kamera (die ein ziemliches Gewicht hatte) mit einer Glasplatte bestückt hatte, um alles “auf Platte” zu bannen. Hier sehen wir die Marktfrauen und Markt-Beschicker vor dem zu dieser Zeit dort platzierten Lohengrin-Denkmal.

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Markttag auf dem Kleinen Markt

Markttag auf dem Kleinen Markt

Fast alle Menschen, die hier an einem Tag im Jahre 1905 auf dem Kleinen Markt in Bad Cleve versammelt waren, schauen neugierig in die Kamera. Es war zu dieser Zeit nicht alltäglich, das man fotografiert wurde. Heute undenkbar. Rund um das Lohengrin-Denkmal wurden die Dinge des täglichen Bedarfs von den Bauern und Handwerkern der Gegend angeboten. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Mode allerdings schon. Frauen mit solchen wuchtigen Kleidern und Kittelschürzen sieht man heutzutage nur noch selten.

kleiner markt cleve 1905
(Foto eingereicht von Heinz Lankeit)

Der Bus auf dem Kleinen Markt

Der Bus auf dem Kleinen Markt

Ein bekanntes Bild aus den 50er und 60er Jahren. “Der vom Niederrhein” parkt auf dem Kleinen Markt in Kleve um Fahrgäste für eine Kurz- oder Fernreise aufzunehmen. Oder sind die in ihrer für damals typischen Kleidung wartenden Menschen gar Gäste aus einem anderen Ort und machen hier Rast? Zumindest können sie dann auch die Baulücke bewundern, die noch einen Blick – vermutlich bis Kellen – freigab.

bus - kleiner markt
(Foto: Dimitra Dietrich)

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