Bellewiskes und Fitütten

Bellewiskes und Fitütten

Kennst Du das auch?

Wenn man, wie ich, viel in Kleve unterwegs ist, erlebt man gelegentlich die dollsten Sachen.
So war ich neulich in einem Handwerkerbetrieb und wollte den geschäftsführenden Meister sprechen.
Nennen wir ihn Gerd.
Also meldete ich mich ordnungsgemäß bei der Vorzimmerdame oder Sekretärin an (vielleicht war es auch die Ehefrau), die sich gerade mit einem leckeren “Bollebeusken” beschäftigte.
“Der Chef iss nich da.” ließ sie mich sichtlich genervt wissen.
“Wann erwarten Sie ihn denn zurück?” wollte ich erfahren.
Sie wendete ihren Kopf nach hinten und rief mit herzzerreißender schriller Stimme:
“Gerd! Wann bisse wieder zurück?” – worauf die spontane Antwort ertönte:
“Sach für der Mann in zwei Stunden!”

Was soll ich sagen?

Nicht, das es ihr in irgendeiner Weise peinlich war oder sie sich dabei etwas dachte. Aber nein. Sie entfernte umständlich einen “Plüsel” von ihrem Pulli während sie mir erklärte:
“Der Chef kommt in zwei Stunden wieder.”
Als Niederrheiner weiß man, daß hier jegliche weitere Nachfrage oder Ansprache vollkommen sinnlos ist. Daher verabschiedete ich mich von ihr und überließ sie wieder ihren Bollebeuskes.
Trotzdem ein wenig ärgerlich wünschte ich die Beiden zu den “Bellewiskes”.

Du weißt nicht, wo die Bellewiskes liegen?
Hihi – ich auch nicht. Bei uns zu Hause räumt meine Frau immer auf.
Scherz beiseite. Mein Opa benutzte dieses Wort immer, wenn ich ihn geärgert hatte. Und dann erklärte er mir:
“Paß auf, Jung, sonst kommste nach de Bellewiskes.”
Natürlich hatte ich Angst, dahinzukommen, obwohl ich bis heute nicht weiß, wo und was das ist. Vermutlich eine Wortschöpfung meines Opas, die er für diese Zwecke nutzte.
Selbst meine Suche bei Google war vergeblich. Für die “Bellewiskes” gibt es nur wenige Treffer die sich alle mittlerweile auf diese Geschichte beziehen. Vielleicht kann ich meinem Opa dadurch posthum noch zur Berühmtheit verhelfen.
Ebenso kam es früher vor, das Opa mal gereizt reagierte, wenn ich nicht still sitzen wollte, was bei Kindern ja häufiger vorkommen soll. Dann rief er immer:
“Jung, nun hör endlich auf mit die Fitütten!”
Tja, da haben wir nun die “Fitütten”.
Ich ahnte zwar, was er meinte, aber so wirklich kann ich das noch heute nicht ins Hochdeutsche übersetzen. Und auch hier hilft Google nicht besonders weiter.
Nun,  ich wette, Du hast bereits bei Google nachgesehen oder etwa nicht? (grins)
Gerade schau ich aus dem Fenster in unseren Garten und will kurz schildern, was ich da sehe:

En Duuv is nät ont pecke än enne Mell is met de Füüt ont trampele, dormet de Wörm noar Bütte komme.
(Übersetzung: “Eine Taube ist just am picken dran und eine Amsel ist mit die Pfoten auf den Boden am stampfen dran, damit die Würmer nach bütten kommen.)
Överall krüppt Gedierzel dörr de Gägend än Püppi is all ont schuffele.
(Übersetzung: “Overall kriecht Getierchen durch die Umgebung und meine Göttin is bereits am schaufelen dran.)
Versuche mal, die lieblichen Worte aus dem Klever Platt im Internet bei Google zu finden. Kommen ab u. zu lustige Dinge zutage bei dem ganzen Kuddelmuddel. 🙂

Mach die Mäh ma Ei…

Mach die Mäh ma Ei…

Jemand, der vom Niederrhein kommt, speziell aus Kleve, der kann die Titelzeile sicherlich ins Hochdeutsche übersetzen. Es soll einem Kleinkind bedeuten, eine Ziege zu streicheln.
Es gibt in dieser Umgangssprache zahlreiche Irrungen und Wirrungen, die teilweise wirklich zum Schmunzeln und Lachen anregen. Daher hier einige Beispiele:
Der Wirt fragt in die Runde:”Wer hört dat Bier hier?” Ein Gast am Tisch:”Ich!” – Der Wirt:”Nee- ich glaub’, dat iss Elisabeth seins!”
Ein Kunde beim Friseur:”Willi, tu mich ma der gleiche Schnitt, der Du mich et letzte Mal gemacht hass.”
Ein Kind kommt in eine Kneipe:”Tach! Ich wollte mal fragen ob Sie so nett gewesen wären und meinen Hund gesehen hätten.”
Sohn beim Mittagessen:”Mutt, tuste mich ma der Kumm mit Schlaat!” Mutter:”Wie heißt dat richtig Jung?” – “Mutt, tuste mich ma BITTE der Kumm mit Schlaat!”
Zwiegespräch zweier Kumpel:”Wat iss mit Dein Fahrrad?” – “Dat geht nich!” – Ein Fahrrad fährt, dat geht nich! Wie fährt et denn?” – “Och, et geht.”

Wer auch solche lustige Sprach-Akrobatik aus den Kleverlanden kennt, ist eingeladen, diese hier zu veröffentlichen. 🙂

Mach die Mäh ma Ei

Es ist angegrillt!

Kennst Du das auch?

Endlich Sonne, endlich Gartenmöbel raus, endlich wieder Summen und Brummen um einen herum, endlich wieder saftig grüne Blätter an den Bäumen und Sträuchern, endlich wieder Blütenmeere und Duft nach Sommer.
Alles atmet auf nach diesem nicht enden wollenden Winter und bekommt automatisch bessere Laune angesichts steigender Temperaturen und strahlend blauem Himmel.

Et ess onne Titt wärr in denn Hoff te goon än es wärr te schuffele, et Gras te määje än en poar neije Plante än Blumme te potte.
Übersetzung: (Es ist an die Zeit, wieder in der Garten zu gehen und mal wieder zu schaufelen, das Gras zu schneiden und ein paar von die neuen Gewächse und Blumen zu flanzen)

Meine Frau sehe ich momentan nur noch mutterbodenbeschmiert mit Hacke, Schüppchen, Gartenschere und anderen Utensilien vorn übergebeugt irgendwo im Garten werken.
Mir bleibt dann nichts anderes übrig, als ihr immer wieder Beifall zu klatschen, da sie diejenige mit dem grünen Daumen ist und ich derjenige mit den grauen Haaren. Hihi
Mit wahrer Inbrunst fegt sie mit dem Rasenmäher über das Grün und rundet das Kunstwerk anschließend mit dem Kantenschneider ab.
Mir fällt dazu nur ein, das ja Gartenzwerge deshalb rote Mützen tragen, damit sie beim Rasenmähen nicht überfahren werden.
Um jetzt aber nicht ganz tatenlos immer nur zuzusehen, wie meine Liebste die ganze Arbeit verrichtet, habe ich überlegt, welchen Anteil ich zum Gartenleben und unserem damit verbundenen Wohlergehen beisteuern könnte.
Als erstes kam mir die Idee, einen Teich anzulegen. Da ich aber dann dazu neigen würde, den sofort mit hunderten von Fischen zu füllen, wobei Kois auch noch ziemlich teuer sein sollen und ich dann voraussichtlich nur einige Fischreiher damit ernähren würde, legte ich diesen Gedanken schnell ad acta.
Der nächste Gedanke war, Papayas, Mangos und Bananen zu pflanzen. Doch da winkte Frauchen energisch ab. Auch zu Litschis und Ananas oder Kakao konnte ich sie nicht überreden. Kokospalmen erwähnte ich erst gar nicht. Die sind eh zu hoch und viel zu gefährlich. Eine Kokosnuss auf den Kopf und man wacht eventuell mit Drähten und Schnüren im Körper auf. Nee – lass man stecken.
Doch plötzlich kam die rettende Idee:
Ich werde Haus- und Hofgrillmeister und besorge die notwendigen Gerätschaften und Utensilien. Jawoll.

Es ist angegrillt!

Ein Holzkohlegrill kam von vorneherein nicht in Frage, das ich die Dinger selten vernünftig befeuern kann und wenn, dann entwickeln sie einen Gestank, den man sich nicht wirklich wünscht, um darauf dann mal ein Filetsteak seiner Bestimmung zuzuführen.
Lange brauchte ich nicht, um mir darüber im Klaren zu sein, dass nur das Beste für uns in Frage kommen kann und wurde ob dieser Tatsache sehr schnell fündig.
Wenn man sich einmal zu solch einem Gerät entschlossen hat, dann kommt man schnell zu den Gasgrills von Weber oder Outdoor Chef, die man auch zum Beispiel bei der Kocharena im TV im Einsatz sehen kann.
Dazu habe ich mich dann eingehend und absolut kompetent in Kleve beraten lassen.
Gestern haben wir, wie man so schön sagt, angegrillt. Neben Würstchen und Speckläppchen haben wir auch mal einen Flammkuchen ausprobiert.
Jaaa – neben den herkömmlichen Dingen, die Du bisher so auf Deinem Kohlerost verbruzzelt hast, kann ich mit meiner neuen Errungenschaft auch Pizza, Kuchen, Brötchen und Desserts backen, ganze Mahlzeiten mit Gemüse und Beilagen zubereiten oder auch mal Risotto und andere Finessen kochen.
Hätteste jetzt nicht gedacht oder?
Du weißt ja:
Hab‘ Sonne im Herzen und Pizza im Bauch,
denn dann bist du glücklich, und satt bist du auch!

Gratis-Buch von KLE-Blatt am Welttag des Buches

Gratis-Buch von KLE-Blatt am Welttag des Buches

Anlässlich des heutigen “Welttag des Buches” bekommen die Leser von KLE-Blatt ein EBook zum Download geschenkt!
Es handelt sich um lustige Geschichten rund um Kleve, die zum Schmunzeln einladen und in denen sich so einige Mitbürger/innen wieder erkennen können. Es wird darin auch ein wenig Klever Platt zu lesen sein. Aber keine Angst. Für Leute, die dieser Sprache nicht mächtig sind, werden entsprechende “Übersetzungen” mitgeliefert. Wer es haben möchte, meldet sich unter: info@kle-blatt.de

TIPP: Wem es gefällt, der kann sich auch den 2.Teil als EBook besorgen. Erhältlich bei allen Online-Buchhändlern.

DER GRATIS-DOWNLOAD IST NUR HEUTE MÖGLICH!

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Serien oder Sitcoms?

Serien oder Sitcoms?

Kennst Du das noch?

“Fury – wie wäre es mit einem Ausritt?”

Kennst Du noch diesen Ausruf, der in den Fünfzigern oder Anfang der Sechziger, kurz nach der Erfindung des Fernsehens, Tausende von Kindern an den heimischen Herd holte?

Ein kleiner Junge sprang auf seinen schwarzen Hengst und ritt in ein neues Abenteuer.

Wenn Du heutzutage mal die Gelegenheit hättest, eine Folge davon zu sehen, würden Dir vermutlich die Füße einschlafen, aber damals war das der Oberknaller.

“Denn Krentekakker van frugger es vandaag well eiges Opa – wat denn Titt verget.” (Übersetzung: ” Der Sultaninenscheisser von damals ist heute wohl eigenhändig Grossvater – was die Zeit doch voranschreitet.” )

Und was es da alles für Fernsehserien gab, die heute im Zeitalter von “Game Of Thrones”, “Homeland” oder “Sex and the City” (damals dachte man übrigens noch “Sex” hieße wirklich übersetzt: “Sechs“ ) niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholen würden.

Der unvermeidliche Collie Lassie, der in unzähligen Folgen (wie lange lebt eigentlich so ein Köter?) die Welt rettete. Man munkelt heute noch, er war die Basis für spätere James Bond Filme.

Daneben gab es noch diesen Schäferhund Rin Tin Tin, der allerdings kein echtes Konkurrenzprodukt für Lassie war. Hatte der nicht immer diesen komischen Pfadfinderhut auf?

Dann gab es irgendwann auch die Serie “Auf der Flucht”, wo ein mutmaßlicher Mörder in gefühlten achttausend Folgen von Ort zu Ort ziehen musste, weil ihm immer so ein ehrgeiziger “Bulle” auf den Fersen war. Der hatte danach bestimmt die halbe Welt gesehen.

Oder kennst Du noch “Shannon klärt auf”? Fand ich damals echt cool, weil der schon zu dieser Zeit ein Autotelefon besaß, obwohl es das überhaupt noch nicht gab; aber wir guckten uns jede Folge an, weil er immer einmal zu diesem futuristischen Gerät griff.

Erzähl das heute mal den “Whats App”- und Tinder-geschädigten Mittsäcken. Die glotzen Dich bloß ungläubig an und fragen, wo man das downloaden kann.

“Die schmitte sich ob dat Schäselong än knötsele sich ennen Bölt on de Kont met die Spööldenger.”

(Übersetzung: ” Die schmeißen sich weg auf dat Chaiselongue und knoten sich eine Beule an den Allerwertesten mit die Playstationen.” )

Apropos: “Playstation”:

Mann zum Software – Verkäufer: “Ich suche ein richtig spannendes Abenteuerspiel, das mich wochenlang fesselt und beschäftigt.” – Verkäufer: “Haben Sie es schon mal mit Windows 10 versucht?”

Was soll ich sagen?

Auch für die Geschäfte in Kleve heißt es: Nicht stehen bleiben, sondern immer auf dem Laufenden bleiben, damit das Einkaufen in Kleve nicht auch so in Vergessenheit gerät wie so manche Fernsehserie, die heute auch keiner mehr kennt.

Wer erinnert sich denn schon an “Vater ist der Beste” oder mehr noch “Mutter ist die Allerbeste” oder vielleicht an “Mike Nelson – Abenteuer unter Wasser” oder dem deutschen Pendant dazu “Hans Hass”?

Selbst “Emma Peel” oder auch “Percy Stuart” haben schon Staub angesetzt, ganz zu schweigen von Straßenfegern wie “Das Halstuch”, “Ivanhoe”, “Bezaubernde Jeannie” oder auch “Sport, Spiel, Spannung” mit Sammy Drechsel.

Tja – so schnell vergeht die Zeit.

Wenn man sich die heutigen Fernsehserien, wie CSI, Breaking Bad, Bones oder so ansieht, dann kann einem schon mal leicht übel werden bei dem ganzen realistischen Anschauungsunterricht und den kaum wahrnehmbaren Tricks.

Früher gab es Stuntman für gefährliche Szenen. Gibt es diese harten Männer und Frauen heute überhaupt noch? Sind doch kaum mehr notwendig. Manchmal soll man meinen, selbst Schauspieler braucht man nicht mehr. Geht doch auch mit der Pixelmaschine. (hihi)

Aahh – an eine lustige Serie aus den Fünfzigern kann ich mich noch gut erinnern:

“Mr. Ed das sprechende Pferd”

Kennst Du die auch noch? War super lustig, weil der Gaul wirklich sprechen konnte wie ein Mensch. Ich weiß bis heute nicht, wie das möglich war. (ist ein Witz)

Der kam mal in eine Kneipe und bestellte sich ein Bier. Als er es ausgetrunken hatte, sagte der Barkeeper: “Vier Dollar”. Als Mr. Ed das Lokal verließ, rief ihm der Mann hinterher: “Es kommt nicht oft vor, dass ein Pferd bei uns Bier trink.” Darauf Mr. Ed: ” Ist ja auch kein Wunder – bei den Preisen!”

Letztens war ich mal mit einem meiner Kunden auf einem Gestüt in Schottheide.

Boah – ich hatte überhaupt nicht mehr in Erinnerung, wie groß diese Tiere sein können. War schon mächtig beeindruckend. Vor allem, wenn man sie dann füttert und spürt, welch sanftes Gemüt in so einem wuchtigen wundervollen Tier steckt.

Schade, dass man denen auf der Großen Straße in Kleve nicht mehr so oft begegnet. Fände ich ganz spannend. Idee für alle Geschäftsleute in Kleve:

Reitet mal wieder zur Arbeit!

Wenn Dir die Geschichten aus der KLE-Blatt-Reihe: “Der Klever Philosoph” gefallen, kannst Du viel mehr davon auch per Ebook bekommen in allen bekannten Online-Book-Stores wie Amazon.de, Weltbild.de, Thalia.de. Hugendubel.de, book.de, buecher.de, Bookrix.de, etc.

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Komm schon, Frühling!

Komm schon, Frühling!

Der Winter ist am Gehen dran. Halten wir ihn nicht auf. Lass ihn laufen und heißen wir den Frühling willkommen. Er will kommen, das spürt man an allen Ecken und Kanten.
Dat Schneeschöppe es hoffentlich vörbeij än de Mösse dünn schmärges frug all wärr piepe än Gedrüss maake dat et met et schloope all öm fiff-sess Ühr vörbeij es. Dat Fruchjoahr es ant komme än de Plante dünn wärr üttschloon.
Übersetzung: (Das Schneegeschaufele ist vorbei und die Vögels tun morgens in die Frühe schon mal wieder pfeifen und tirillieren und machen ein Radau, das es mit den Schlafen bereits so gegen fünf-sechs Uhr hinüber ist. Das Frühjahr ist am kommen dran und die Pflanzen tun wieder um sich schlagen.)

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(Foto: KLE-Blatt)

Die Tage werden länger und es ist abends viel länger hell. Man braucht nicht mehr so viel zu stochen und die Kinder können mit dem Bullemann nicht mehr geschockt werden.
Auch der Wintersport mit der Olympiade ist vorbei, wo wir viel gelacht haben, als vollschlanke Männer in hautengen Latexanzügen übereinander gestapelt mit einem “Rodel” genannten Schlitten in Schallgeschwindigkeit die Eisbahn runter sausten, um mit Zeitunterschieden von millionstel Sekunden um die Titel zu kämpfen.

Wo sich – wie immer – Eiskunstläufer nach einem achtfachen Tulup den Axelschweiß von der Stirn wischten und die schönste Pirhouette nur auf ihrem Hintern kunstvoll drehten, was dann nahe an der Todesspirale dran war.
Wo Skirennfahrer/innen ihren vielbeachteten Auftritt nach einigen Sekunden beenden mussten, nur weil sie nach Jahren der Strapazen und des Trainings die Konzentration verloren und ein Tor verpassten. Darum redet man bei dummen Menschen auch von einem Tor. 🙂
Wo der allseits bewunderte Liebling der Nation – Laura Dahlmeier – mit Knarre auf dem Buckel schneller lief, als anerkannte Langläuferinnen ohne und dabei noch jede Menge Löcher in weiße Wände schießen konnte und Nachwuchsläuferinnen an ihrer Seite hatte, die in der Regel nur wild um sich schossen. Gottlob wurde niemand ernsthaft dabei verletzt.
Die sollten sich mal fragen, warum sie nicht Erster werden im Biathlon. Haben doch eine Knarre dabei. (Oohh – böser Scherz)

Nun, jetzt freuen wir uns auf das anstehende Osterfest und nutzen die Zeit und das hoffentlich endlich besser werdende Wetter, um mal ausgiebig shoppen zu gehen. Die Klever Geschäftsleute warten bereits auf Kunden. Also enttäuscht sie nicht und macht die Knipp auf, um lecker einzukaufen. Hihi
Und sollte Dein Lieblingsgeschäft, Dein Lieblingshändler, das Schuhgeschäft, die Boutique oder wo immer Du Dein Geld hinträgst, noch nicht bei uns gelistet sein, dann pack se an die Schlawitten und sage es ihnen. Er/Sie können sich jederzeit bei uns melden, damit wir auch für sie eine exklusive Werbung mit allen Optionen einrichten, die wir dann in unserem KLE-Blatt auch sichtbar und auffindbar machen.

Wer jetzt nicht bei uns die lokale Suchmaschinenoptimierung nutzt, wird sich demnächst vorkommen, wie im Mittelalter. Daher hier noch etwas aus dem Mittelalter:

Ein Ritter muss in den Kampf  ziehen und legt daher seiner Frau den obligatorischen Keuschheitsgürtel an. Damit seine Frau in guter Obhut ist, falls ihm etwas geschieht, wendet er sich an seinen besten Freund und vertraut ihm den Schlüssel zum Keuschheitsgürtel an. Als er gerade aus der Burg reiten will, eilt ihm der Freund nach mit den Worten: ” Warte, ich glaube Du hast mir den falschen Schlüssel gegeben.”

Mach mal die Runde um den Tiergarten in Kleve

Mach mal die Runde um den Tiergarten in Kleve

Bei den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen musste ich mit meiner besseren Hälfte unbedingt mal wieder in den Forstgarten in Kleve, um dort die Runde zu drehen und dem Knistern zu lauschen, das blühende Pflanzen und Sträucher von sich geben, wenn es wieder ans Wachsen geht.

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Auch der unmittelbar in der Nähe gelegene Tiergarten meldet sich mit den unüberhörbaren Rufen der Pfauen, dem Blöken der Schafe, dem Meckern der Ziegen, dem Röhren der Hirsche, dem emsigen Treiben der anderen Tiere und dem Furzen der Schweine.
Nemmt es ännen diepen Söcht van die fresse Loft än passt op, dat de Wend rechteg waait, want sönst wörd et ow noar van den Geröök noar Modder, Diereschweet, Mest än Schitt.
Übersetzung:  (Hol ma tief Luft von die frische Luft und passe auf, das der Wind richtig wehen tut, denn sonst wird Dir das ganz anders von der Gestank nach schlammige Erde, Tiergeschwitz, Mist und Kacke.)
Du siehst jede Menge Getier im Wasser, wie Schildkröten, ziemlich große Fische, Möwen, Bisamratten und natürlich auch Enten.
Wir konnten beobachten, wie ein sinnig dahin treibendes Entenpärchen sich plötzlich des Angriffes eines erregten Erpels erwehren musste. Hier war natürlich vornehmlich der offensichtlich zur Ente gehörige Erpel gefragt.
Der aggressive Gegner biss beharrlich in den Hals des armen Verliebten, der sich – nach unserer Wahrnehmung – in sein Schicksal ergab. Aber…hasse gedacht.
Die beiden Tiere ließen nach einiger Zeit voneinander ab und der Angreifer zog, bzw. schwamm seines Weges. Ich meinte, bei ihm eine zornig geschwungene Augenbraue erkannt zu haben. (hihi)
Stell Dir mal vor, bei den Menschen ginge es genauso zu. Also, bei uns an der Tür schellt es, ich mache auf und der Besucher beißt mir in den Nacken, bis meine Frau ihm zu verstehen gibt: “Nein, nein, mein Freund!”
Daraufhin schwirrt er unverrichteter Dinge wieder ab.
Die Moral von der Geschichte: Auch Enten sind nur Menschen. 🙂
Hinter dem Tiergarten befindet sich seitlich eine große Wiese, wo immer ein Apfelschimmel grast (Zeitweise hat er sogar von einem zweiten Pferd Gesellschaft). Warum heißt der so?
Ich weiß es nicht. Ein schimmliger Apfel sieht anders aus. Egal. Ab und zu bringen wir ihm Äpfel mit. Immer noch besser als Schimmel. (grrrr)
Was ich eigentlich erzählen wollte:
Dort bei dem Pferd hatte man einen Blick auf ein Gehege, wo vor einiger Zeit immer zwei dicke große Eulen sitzen und den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als dumm rum zu gucken. Das möchte ich auch mal. Mach ich das eigentlich nicht auch? Nee, mach ich nicht.
Zumindest nicht so, wie die das können.
Hast Du Dir mal eine dicke Eule so richtig mit Sinn und Verstand angesehen?
Solltest du mal machen. Dann würde Dir auffallen, das die tatsächlich in der Lage sind, ihren Kopf um 360 Grad zu drehen. Wenn sie noch eine Runde schaffen würden, hätten sie ein Gewinde.

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FIT UND FLOTT und die Angst vor Matthes

FIT UND FLOTT und die Angst vor Matthes

Kennst Du das auch?

Es gibt Momente, die mich ein wenig wehmütig in die Zeiten versetzen, als ich selbst noch ein Kind war. Dabei erinnere ich mich unheimlich gerne an Oma und Opa, die seinerzeit noch einen richtigen Tante Emma Laden betrieben.

Auf nicht mehr als vielleicht 25 Quadratmetern versammelte sich alles, was damals zum Leben notwendig war oder auch “angesagt”, wie man es heute formuliert.

Neben den normalen Lebensmitteln, wie Brot (von ImBrahm), Käse, Wurst und Butter gab es heute seltsam und nostalgisch anmutende Sachen, wie zum Beispiel den legendären Rama-Würfel. Ein Pfund Butter zu einem Würfel geformt und umhüllt von Silber- oder Goldpapier.

Was soll ich sagen?

Erinnerst Du Dich noch an “Brisk” oder an “Fit” und “Flott”? Das war das Haar-Gel der 50er Jahre. “Farina Gegenüber” nannte sich ein Duftwässerchen aus Köln. Noch heute frage ich mich, warum das Zeug so hieß: “Farina Gegenüber” – ich weiß es nicht.

Und Frau von Welt nahm echtes Rosenwasser, was vermutlich neben einem Rosenstrauch geflossen war, denn der Duft war bereits nach etwa 4,5 Sekunden nach dem Auftragen wieder verschwunden.

Das Sauerkraut und der grüne Hering kamen aus dem Fass und die Erbsen, Bohnen und Linsen gab es nur unverpackt oder wie man sagte: “lose”.

Konserven kannte ich eigentlich nur “Fisch in Tomaten”, Ölsardinen oder geräucherter Bückling und eine Kühltheke war seinerzeit Science Fiction.

Du weißt ja:

“Alle Fische legen Eier. Die russischen sogar Kaviar.”

Angeschrieben wurde natürlich auch.

Nein, nicht was Du jetzt denkst – keinen Newsletter oder Email!

Die Kunden kauften teilweise auf Kredit und Opa schrieb sich einfach auf, was der ein oder andere schuldig war. Bezahlt wurde – fast immer – wenn die Leute wieder Geld hatten.

Damals kannte man seine Käufer noch alle persönlich – heute undenkbar.

Meine Ferien durfte ich immer bei Opa und Oma verbringen und mein persönlicher Feiertag war immer der Dienstag.

Warum? – Tja, dann kam neue Ware….. und Matthes!

Ich war der glücklichste Mensch der Welt, wenn ich die gerade neu eingetroffene Ware auspacken und verstauen konnte. Das war für mich wie Weihnachten.

Aber ich hatte auch Angst – Angst vor Matthes.

Was soll ich sagen?

Matthes war stadtbekannt. Er sah nicht gerade so aus, wie man sich einen angenehmen Menschen vorstellt und er kam nun weiß Gott nicht so rüber.

Dienstags besuchte er regelmäßig den Laden von Opa und Oma und versaute mir damit meine „Festtage“

Ich höre ihn noch heute mit seiner unverwechselbaren Stimme säuseln:

“Heij niet en Brökkske vör min?” (Übersetzung: Hasse nich ein Bonbon für mich?)

manchmal fragte er auch:

“Heij niet en Sportbeldje vör min?” (Übersetzung: Hasse nich ein Sportbildken für mich?)

Ich hätte ihm damals alle Bonbons und alle Sportbilder der Welt gegeben, wenn er nur schnell wieder den Laden verlassen hätte, aber Matthes war geduldig.

Er lutschte die Bonbons, die ihm mein Opa gab, genüsslich eines nach dem anderen auf und ließ mich dabei nie aus den Augen. Ich hasse ihn noch heute dafür. Sch….. Matthes!

Wenn ich heute mit meiner Frau einkaufen gehe, dann freue ich mich immer, wenn wir ein Geschäft finden, wo zumindest noch so ein bisschen Tante Emma Flair vorhanden ist.

Du weißt, was ich meine – die persönliche Ansprache und Behandlung als Stammkunde.

Das halte ich besonders wichtig beim Einkauf von Fleisch oder Fisch.

Apropos: “Fisch”:

Zwei Angler sitzen am Teich und frönen ihrem Hobby. Nach etwa vier Stunden schlägt der Eine die Beine übereinander. Darauf der Andere.” Was soll, das! Sind wir hier beim Fischen oder wollen wir Step tanzen?”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.

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Die Schnotterbelle

Kennst Du das auch?

Heute morgen habe ich meine Frau zum Arzt in Kleve gebracht zur sogenannten Routineuntersuchung.
Ich dachte so bei mich bei:
“Fahr nich nach Hause – setz Dich irgendwo hin und kuck Dich die Leute an, die so vorbei gehen.”

Was soll ich sagen?

Morgens in der Frühe, die meisten Geschäfte in Kleve haben noch zu, die Rentner treffen sich zum gemeinsamen Frühstück beim Bäcker Ihrer Wahl, einige Jugendliche hetzen noch die Stadt runter – wieder mal zu spät, die ersten gelben Postwagen sind zu erspähen (Privattour? oder ist gerade kein Streik? ), die ersten Verkäuferinnen schieben die Warenständer vor den Laden, die letzten Reinigungsfrauen schütten noch schnell die Eimer mit dreckigem Wasser auf die Strasse…
…einem Passanten über die frisch geputzten Schuhe, wie eigentlich jeden Morgen.

“Pottveredoome – makkt ow schäle Döpp opp än schött denn Pess inne Gööt än niet över min neije Schuun, alde Prött.”
(Übersetzung: ” Verdammich – mach Deine schielenden Gucker auf und gieße das Gebrauchtwasser in die dafür vorgesehene Gosse und keinesfalls über meine neuen Leisetreter, alte Matrone.” )

Der erste holländische Wagen kommt ruhig und langsam die Große Strasse (in natürlich verkehrter Richtung der Einbahnstraße) hinuntergefahren. Die beiden Insassen winken freudestrahlend nach links und rechts, was teilweise von einigen aufmerksamen Beobachtern erwidert wird.
Wer könnte ihnen jemals böse sein?
Langsam aber sicher bekomme ich einen kalten Hintern auf der Steinumrandung des Brunnens und entschließe mich, zu überprüfen, ob meine Angetraute nicht bald fertig ist.
Also marschiere ich die Treppe rauf zum Arzt.
Komisch – man klopft immer an die Tür des Wartezimmers, obwohl man ganz genau weiß, daß nie jemand mal “Herein!” ruft.
Der Blick geht aufmerksam in die Runde.

1. Ist die Frau noch anwesend? – Nein.
2. Kenn ich hier jemanden? – Nein.
3. Ist noch ein Platz für mich frei? – Nein.

Eine nervös wirkende Mutter zwingt ihr Kind, den Platz für mich zu räumen.
Wirke ich wirklich schon so alt und gebrechlich? Scheinbar.
Das Mädchen – etwa vier Jahre alt – drückt sich verschämt, den Daumen im Mund, etwas verlegen an den Arm der Mutter und zieht dabei immer eine Schnotterbelle hoch, die kurze Zeit später bereits wieder der Erdanziehung nachgeben muß und sich erneut aus der Nase schlängelt.
Ein kratzender Lautsprecher verkündet währenddessen, das jetzt Frau Jansen ins Rennen geworfen wird, um beim Arzt ihr Leid zu klagen.
Hier ein Räuspern, da ein Hüsteln, nur kranke Menschen um mich.

Boah,
“Min wörd et noar, den Trööt wörd dröög än ek gelööf, ek lot min ok es ondersüke van den Quacksalber.”
(Übersetzung: ” Mich wird et ganz anders, der Hals wird trocken und ich glaube, ich laß mich auch ma untersuchen von der Dokta.”)

Wenn ich jetzt noch länger bleibe, hab ich mich wahrscheinlich mit Allem angesteckt, was hier so gerade in diesem immer winziger werdenden Raum herumschwirrt.
Schnell raus – Schüss – und an die frische Luft, um sie zu schnappen.
Schnell noch die Sportbild holen, bevor mein Schatz sich aus den Fängen des Weißkittels befreit hat.
Nach einiger Zeit sehe ich mein Goldkörnchen in der Apotheke stehen.
Ich ahne nichts Gutes.

Apropos: “Ärzte”:

Ein Kellner liegt auf dem Operationstisch. Da kommt ein Arzt vorbei, der schon oft im Gasthaus dieses Mannes gegessen hat. “Herr Doktor, helfen Sie mir bitte,” stöhnt der Kellner. Der Arzt zuckt seine Achseln: “Ich bedauere sehr mein Herr, aber das ist nicht mein Tisch. Aber mein Kollege kommt gleich!”

Als ich zu ihr in die Apotheke komme, beruhigt sie mich gleich und erklärt mir, daß sie nur neues Aspirin für uns kaufen will, da wir gerade mal da sind. (juhu)
Allerdings hat der Herr in Weiß ihr auch sechs Massagen verschrieben für ihre Schmerzen im Nacken.

“Dat dütt verrecks weh än geij mott oppasse, dat doar genne Schöcht van kömmt.”
(Übersetzung: ” Dat tut aber so wat von weh tuen un Du muss aufpassen, dat davon keinen Puckel von werden tut.”)

Solche Massagen, die Frauen veranlassen, wie Katzen zu schnurren, ohne gleich einen Buckel zu machen, müssen vom Fachmann oder einer Fachfrau durchgeführt werden.
Da kommen sie dann immer freudestrahlend nach Hause und haben keine Schmerzen mehr.
Hier noch einer zum Abschmunzelen:
Kommt eine Frau zum Psychater.”Herr Doktor, ich denke mein Mann ist verrückt! Jeden Morgen beim Frühstück isst er die Kaffeetasse auf und lässt nur den Henkel übrig. Antwort des Arztes: “So ein Irrer, wo der Henkel doch das Beste ist!”

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Die Schnotterbelle

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Kennst Du das auch?

Als ich letztens wieder meiner Berufung nachkam beim Einkaufen in Kleve, hörte ich zwar gedämpft, aber immerhin noch deutlich genug aus einer Ecke eines Geschäftes auf der Großen Straße einen alten Song der Beatles.
Dat wassen noch Titte, ass die Pilzköpp met verrecks guije Müsik in de zestiger Joahr de Menze ont höppe brochte.

Übersetzung: (Dat waren noch Zeiten, als die Pilzköpfe mit verd… gute Musik in die sechziger Jahre die Leute an das Hüpfen brachten)

Zu dieser glorreichen Zeit gab es eine einzige, übersichtliche Hitparade, wo jeder sofort wusste, welche Nummer aktuell angesagt war. Heute blickt man da nur noch bruchstückhaft durch.
Heute gibt es Hitparaden für Rock, Pop, Rap, Hip Hop, Dance, House, Alternativ, Electronic, Filmmusik, Folk, Blues, Klassik, Jazz, Kindermusik, Schlager, Country, R&B, Weltmusik, Latin, Volksmusik und was sonst noch. Wer soll denn da noch durchblicken?

Was soll ich sagen?

Damals gab es auch einfache Titel, die jeder sofort verstehen und mitsingen konnte wie Yummy Yummy, Balla Balla oder Wooly Bully.
Kaum ein Titel dauerte länger als zwei Minuten. Es gab in jeder Kneipe, Eisdiele, etc. eine Musikbox von Wurlitzer oder Rock Ola. Damit musste der Gastwirt Geld verdienen. Eine Nummer kostete zehn Pfennig. Was wäre da rein gekommen, wenn das Lied sechs oder sieben Minuten lang gedudelt wäre, wie es heute die Regel ist? Außerdem reichten für die meisten Songs etwa zwei Minuten. Danach wollte man etwas anderes hören.
Romantik pur. Man warf das Geldstück in den Münz-Schlitz, drückte K-17 und vernahm das mechanische Geräusch der Maschine, die die richtige Platte suchte und dann abspielte.
Die “Drück-Statistik” war unumstößlicher Beweis für die Beliebtheit der einzelnen Nummern und war somit maßgeblich, neben den Radio-Statistiken, verantwortlich für die Hitparade.
Mittlerweile zählen diese Musicboxen zu gesuchten Sammler-Raritäten und Schallplatten aus Vinyl erfreuen sich gerade wegen Ihrer markanten Kratzgeräusche einer Renaissance.
Noch seltener findet man alte Schallplatten aus Schellack, die bei scharfem Hinsehen schon zerbrachen. Diese waren so groß wie eine Langspielplatte aus Vinyl, jedoch befand sich nur ein einziger Titel auf jeder Seite, der dann in einer Geschwindigkeit von 78 Umdrehungen pro Minute abgespielt wurde.
Im heutigen Streaming- und MP3-Zeitalter undenkbar.
Jeder war stolz auf seine Plattensammlung, die reichlich Platz im Zimmer benötigte. Die Plattencover wurden zu Kunstwerken und Zeugnissen ihrer jeweiligen Zeitepochen. Die neuste Single aus den Staaten wurde von morgens bis abends runtergedudelt, bis man den englischen Text voll drauf hatte.
Alles war noch so schön übersichtlich. Es gab die Fraktion der Beatles-Fans und die der Rolling Stones-Fans. Und damit verbunden die anderen paar Bands und Interpreten, die man in diese beiden Schubladen hinein katalogisierte.

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Es gab tatsächlich Zeiten, wo die Beatles die ersten fünf Plätze der Hitparade belegten, bedingt durch die Tatsache, dass auch B-Seiten der jeweiligen Schallplatten gewertet wurden. Den Rest teilten sich die Stones, Bee Gees, Hollies, Tremeloes und wie sie alle hießen.

Was soll ich sagen?

Wenn man bedenkt, das die Beatles Ihren eigentlichen Siegeszug 1963 begannen und dieser mit ihrer Trennung 1970 beendet war, muss man heute staunen, dass diese sieben Jahre die Musikwelt komplett revolutionierten und auf den Kopf stellten. Nach den Beatles war nichts mehr so wie früher. Revolution zum Tanzen und genießen.
Ganz anders die Rolling Stones, die jetzt bereits mehr als 50 Jahre die Welt rocken und Mick Jagger mit über 70 Jahren immer noch wie ein Achtzehnjähriger die Bühne rauf und runter rennt.
Auch in Kleve gab es einen Hype, als der erste Film der Beatles “A Hard Days Night” im Burgtheater anlief. Damals noch in schwarz/weiß.
Heutzutage hat ein Song nur noch eine Halbwertzeit von wenigen Tagen, früher konnte es vorkommen, dass einige Nummern mehrere Jahre in den Top Hundert vertreten waren.
Da spricht man dann von Oldies. Oder Evergreens. Jeder kennt sie. Jeder kann sie mitsingen. Und jeder, der bei Erscheinen dieses Titels darauf getanzt hat, assoziert dieses Lied mit einem unvergesslichen Erlebnis. Darum liebt man die Musik aus seiner Jugend. Jeder Erwachsene hört darum vermutlich am Liebsten die Musik aus seiner eigenen Jugend.
Es sind meistens gute Erinnerungen damit verbunden.

Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

Diese Leute stehen und standen einen Teil Ihres Lebens im Scheinwerferlicht, weshalb man Sie – neben dem in diesem Zusammenhang unvermeidlichen Franz Beckenbauer – als Lichtgestalten bezeichnet.
Wenn man es genau nimmt, kann eigentlich jeder von uns eine Lichtgestalt werden und sein.
Denn Licht begleitet uns das ganze Leben. Bei der Geburt erblicken wir das Licht der Welt und am Ende sehen wir ein gleißendes Licht. Dies wird zumindest von etlichen Menschen behauptet, die das wohl mal erlebten.
Apropos: Licht und Lampen:

Der Polizist hält einen Radfahrer an: “Wenn Ihre Lampe nicht funktioniert, müssen Sie absteigen und Ihr Rad schieben.” – “Das habe ich bereits versucht, aber dann funktioniert es auch nicht.”

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Als die Beatles im Burgtheater von Kleve liefen

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